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Snakeybus

Schlange trifft auf Bus trifft auf Handy-Klassiker – heraus kommt ein unterhaltsames Arcade-Game für zwischendurch.

Das waren noch Zeiten: Als ich mein erstes Handy hatte – die Rede ist von einem dicken Knochen, der weder smart noch schlank war – gab es dort sogar ein Spiel drauf: Snake. In dem simplen Spielchen steuert ihr eine Schlange durch ein Rechteck, in dem immer wieder Kugeln auftauchen. Fresst ihr eine, werdet ihr länger.

Irgendwann wird der Platz so eng, dass ihr ganz schön geschickt sein müsst, um nicht in euch selbst hinein zu navigieren. Ja, damit habe ich mich eine ganze Weile aufhalten können. „Snakeybus“ von den Stovetop Studios nimmt sich dieser Grundstruktur an und verfrachtet das Spielprinzip in die dritte Dimension – hinter das Steuer eines wahnsinnig langen Busses.

Seichte Unterhaltung

Erwartet hier keine ellenlange Kampagne, einen Story-Modus oder sonst eine Art von tiefgründigem Inhalt, der euch auch nur ansatzweise erklärt, warum dieser Bus immer länger wird. Nehmt es als gegeben und habt euren Spaß! Noch nicht einmal ein Tutorial gibt es. Alles, was euch hier hingeworfen wird, ist die direkte schnelle Unterhaltung für zwischendurch.

Im Hauptmenü sucht ihr euch das Areal aus, in dem ihr herumbrausen wollt, den fahrbaren Untersatz – der minimale Auswirkungen hat – und den Spielmodus; das war’s dann schon. Ich nehme mir das Schlafzimmer vor, in dem ich mit meinem Bus Gas gebe. Eure Aufgabe ist simpel: Sammelt an den überall verteilten Bushaltestellen Passagiere ein und setzt sie nach einer Weile an einer Sammelstelle ab.

Die Passagiere steigen automatisch ein, wenn ihr über den markierten Bereich der Haltestelle rast – denn stehenbleiben ist keine Option. Habt ihr dann eine gewisse Zahl an Leuten eingesammelt, zeigt euch ein Pfeil einen Abgabepunkt ein, über den ihr dann ebenfalls rasen müsst. Habt ihr das getan, werden euch die Passagiere in Form von zusätzlichen Bus-Kabinen hinten ans Heck gehangen. Anders gesagt: Mit der Zeit wird euer Gefährt ganz schön lang.

Stillstand ist der Tod! (Hatten wir das nicht schon mal?!)

Was ihr nicht dürft: Stehenbleiben. Macht ihr das für zwei Sekunden, ist die Runde vorüber. Bei längeren Gefährten wird das immer kniffliger, denn ihr behindert euch in den begrenzten Arealen irgendwann selbst. Ein bisschen Hilfe verschafft euch die Möglichkeit zu springen – was ihr alle paar Sekunden nur einmal dürft. Es gilt also, so lange wie möglich durchzuhalten.

Habt ihr dann eine Fahrt beendet, zahlen die Punkte eures Action-Trips auf euer Konto ein. Je mehr Punkte ihr sammelt, desto mehr Boni schaltet ihr frei: So kommen mit der Zeit neue Strecken und Busse hinzu, was Abwechslung in den Spielverlauf bringt. Viel ändert sich dadurch natürlich nicht, aber die jeweiligen Stages sind wirklich nett designt.

Wollt ihr bei Nacht durch Seattle düsen, das romantische Paris genießen oder ein Museum oder Schlafzimmer unsicher machen? Alles kein Problem. Ein zusätzlicher Spielmodi ist das Zeitrennen, in dem die Uhr gnadenlos heruntertickt und euch so noch mehr Feuer unterm Hintern macht.

Wie gesagt: Viel ändert das am eigentlichen Prinzip nicht, aber es bietet leicht Abwechslung. Grafisch bleibt „Snakeybus“ auf einem absolut durchschnittlichen Niveau – was aber auch völlig okay ist. Ich habe persönlich nichts erwartet und verhältnismäßig viel bekommen.

Fazit

Mit „Snakeybus“ liefern euch die Stovetop Studios ein kurzweiliges, wenn auch nicht sehr nahrhaftes Spielchen, mit dem ihr zumindest eine Weile euren Spaß haben werdet. Mir hat der Ausflug in die spielerische Vergangenheit meines alten Handys jedenfalls ein Lächeln aufs Gesicht gezaubert. Hätte nicht gedacht, dass mich das simple Prinzip auch heute noch so tapfer unterhält. Kurzum: Kleiner Spaß für kleines Geld.

Erhältlich für: PS4, Xbox One, PC, Switch
Website: stovetopstudios.itch.io/snakeybus