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Speed Crew

Lust auf Overcooked mit Autos? Willkommen im Renn-Zirkus.

Als ich die ersten Bilder zu Speed Crew gesehen habe, war ich auf dem völlig falschen Dampfer. Dass das Spiel von Wild Fields viel weniger Arcade Racer und viel mehr chaotisches Koop-Spiel ist, war mir nicht klar. Speed Crew hat viel mehr gemeinsam mit Overcooked als mit Mario Kart. Aber seht selbst.

Rennen ist ihr Leben

Wir schreiben das Jahr 1977. Eure Famile oder auch Rennstall hat ein kleines Problem: Die Siege bleiben aus. Mit euch an Bord soll sich das nun ändern. Zumal euch die mächtig fiesen Mitglieder der Furious Familie eine Wette anbieten. Wenn ihr es schafft alle vier Meisterschaften zu gewinnen, dann dürft ihr sie damit demütigen und noch mehr. Wenn ihr es nicht schafft, seid ihr für alle Zeit als Loser abgestempelt. Klar, dass wir das nicht auf uns sitzen lassen.

Ein Glück, dass ihr ein erfahrenes und sehr altes Familienmitglied habt. Gleich zu Beginn bringt er euch die grundsätzlichen Mechaniken bei, die ihr für das Spiel benötigt. Ich fühlte mich gleich an Overcooked, Move out oder ähnlich chaotische Spielchen erinnert. Denn ihr fahrt keine Rennen, sondern repariert im Accord Autos. Diese rasen dann weiter und fahren euch zum Sieg.

Schaffe, schaffe, Auto reparieren!

Der Ablauf in den über 40 Missionen ist immer gleich: Unter Zeitdruck sollt ihr Rennwagen reparieren. Dazu fahren die Autos in eure Garage und ab dann geht's los. Ein Knopfdruck am Diagnose-Computer und ihr wisst, wo der Schuh bzw die Karosse drückt. An den Boliden sollt ihr per Knopfdruck Reifen wechseln, Öl nachfüllen oder die Karosserie ausbeulen – alles mit dem richtigen Werkzeug natürlich. Dazu flitzt ihr kreuz und quer durch die Werkstatt, hebt Dinge auf oder werft sie ab. Speed Crew kann durchaus alleine gespielt werden, aber zu zweit macht es einfach mehr Laune.

Denn schnell entsteht hier ein angenehmes Chaos: Alte Reifen liegen in der Gegend, Schraubenschlüssel scheinen sich zu verstecken und die Uhr tickt unnachgiebig nach unten. Zu zweit könnt ihr euch wenigstens etwas absprechen. Dennoch werdet ihr ganz schön unter Druck stehen. Und das macht Speed Crew immer wieder zu einem netten Zeitvertreib für Zwischendurch. Lange am Stück könnte ich das Spiel allerdings nicht zocken.

Es gibt viel zu tun

Die Kampagne teilt sich in vier Meisterschaften mit jeweils zehn bzw. zwölf Rennen auf. Grundsätzlich müsst ihr zehn Missionen erfolgreich absolvieren, um weiterzukommen. Wenn ihr aber in mindestens acht Missionen Erster seid und einmal Zweiter, schaltet ihr ein Silber-Rennen als Bonus frei. Sollte es euch gelingen, in allen zehn Rennen den ersten Platz zu belegen, gibt es zusätzlich noch ein Gold-Rennen. Das ist dann zumindest eine kleine Motivation, um alle Missionen so gut wie möglich zu beenden.

Taktik trifft auf Chaos

Aber wie wird man Erster? Ganz einfach: Indem ihr euch schnell um die Autos kümmert. Je schneller ihr repariert, desto mehr Punkte gibt es. Und je mehr Punkte ihr habt, desto weiter steigt ihr auf dem Siegertreppchen nach oben. Ganz einfach. Nur zieht der Schwierigkeitsgrad relativ schnell an. Daher braucht ihr öfters mal eine Taktik, wie ihr einen Level angehen solltet. Gelb markierte Bereich am Auto sind einfacher und flotter zu reparieren als Rote. Und wer sich schnell um gelbe Bereiche kümmert, steigt schneller mit dem Punkte-Multiplikator. Aber es ist immer ein Balance-Akt, was ihr wann machen solltet.

Grafisch kommt Speed Crew als buntes Abenteuer mit Comic-Optik daher. Auch hier reiht sich das Spiel sehr gut in den Reigen der Genre-Kollegen ein. Man muss eben nur auf Autos und Co stehen. Doch den Charme der 1970er-Jahre fängt Speed Crew damit ganz gut ein. Womit wir schon am Ende wären.

Fazit

Wenn ihr mit den richtigen Erwartungen in Speed Crew hineingeht, wird euch das Spiel sehr gut unterhalten. Denn hier handelt es sich keinesfalls um ein Rennspiel, sondern um ein chaotisches Management-Spielchen, wie Move Out oder sonstigen vergleichbaren Titeln. Am besten genießt ihr Speed Crew zu zweit, wenn ihr noch mehr Spaß haben wollt – auch wenn ihr alleine spielen könnt. Ich war am Ende positiv überrascht, dass allein der Wechsel des Settings frischen Wind ins Genre bringt. Gut so, Wild Fields.

Erhältlich für: Xbox, PS, PC, Switch
Website: wildfieldsgames.com