Als ich den Namen das erste Mal gelesen habe, war mein Interesse gleich geweckt. Spinnen und Dinosaurier? Was hat es damit auf sich? Gutes Marketing, würde ich sagen. Entwickler WayForward nutzt dieses Setting für einen unterhaltsamen Sidescroll-Shooter.
Achtung, die Dinos kommen!
Wer WayForward kennt, der weiß, dass das Studio einen bunten Comic-Look bevorzugt. Das ist bei Spidersaurs nicht anders. Der Art Style erinnert an eine Zeichentrickserie aus den 1990er-Jahren. Jedenfalls hätte ich mir das mit hoher Sicherheit damals angeschaut. Daher war ich schon nach dem coolen Intro Feuer und Flamme für das Spielchen.
Im Mittelpunkt der Geschichte steht nicht etwa ein Spinnensauerier, sondern gleich ganz viele davon. Und nicht nur Spinnensauerier, sondern auch Insektensaurier, um genau zu sein. Denn eine exzentrische Millionärin hat diese Viecher gezüchtet, um dem Welthunger entgegenzuwirken. Eine edle Absicht. Doch die gezüchteten Experimente machen sich plötzlich selbstständig und brechen aus dem Labor. Nun müssen tapfere Freiwillige gefunden werden, die dem Einhalt gebieten. Und da kommen wir ins Spiel.
Ein infernales Duo
Spidersaurs präsentiert zwei Hauptcharaktere, mit denen ihr euch ins Geschehen stürzen dürft: Eine gitarrenspielende Rockerin und ein in der Ausbildung befindlicher Polizist kommen zufällig zu der Ehre, die Erde retten zu dürfen. Beide spielen sich komplett ähnlich – das mal vorweg. Es ist also eine Frage des Looks. Spidersaurs wirft euch in eine lineare Story von Level zu Level: Ihr startet mit einer bestimmten Anzahl an Leben und Lebenspunkten.
Der Ablauf ist immer der gleiche: Ballert und hüpft euch durch die abwechslungsreich gestalteten Levels bis am Ende ein dicker Boss auf euch wartet. Und diese Bosse haben es in sich: Wer nicht genau aufpasst und die Bewegungsmuster nicht verinnerlicht ist zumindest auf dem mittleren der drei Schwierigkeitsgrade schnell dem virtuellen Tod geweiht.
Nicht nur die Endbosse, sondern auch einige Mini-Bosse mitten im Level fordern euch heraus. So hat es bei mir ein bisschen gebraucht, bis ich kapiert habe, wie ich diese Mischung aus Akylosaurus und Heuschrecke endlich besiege – das war motivierend. Für mehr Abwechslung sorgen zwei Mechanismen. Da wären auf der einen Seite die Waffen.
Ähnlich wie damals bei Contra und Co. tauchen immer wieder fliegende Drohnen auf, die ihr abschießen könnt. Habt ihr das gemacht, droppen sie neue Waffen für euch – oder verbessern eure vorhandenen. Ihr dürft außerdem immer zwischen zwei Baller-Varianten hin und herwechseln. Und bei der Waffenwahl waren die Leute von WayForward sehr kreativ: Vom einfachen Blaster über Mehrfach-Schuss-Kanonen bis hin zu Kettenblitz-Geräten habt ihr ein erfrischendes Arsenal dabei.
Nix für Vegetarier
Das zweite Standbein für Abwechslung sind die leckeren Mahlzeiten nachdem ihr einen Boss gefällt habt: Dann gibt ein leckeres Stück Fleisch zu essen, das euch leicht mutiert – und damit neue Fertigkeiten spendiert. Vom Doppelsprung bis zu Spider-Man ähnlichen Fähigkeiten ist hier die Rede – mehr wird nicht verraten. Jedenfalls machen diese neuen Skills es auch lohnenswert mal wieder in ältere Levels hineinzuschauen. Eine motivierende Idee.
Optisch macht Spidersaurs ebenfalls was daher: Die verschiedenen Levelumgebungen und vor allem die feindlichen Dino-Hybride lassen viel Liebe zum Detail erkennen. Bereits der erste Endgegner ist ein Highlight: Eine Mischung aus T-Rex und Spinne – imposant. Spidersaurs macht übrigens noch mehr Spaß, wenn ihr das Spiel zu zweit zockt. Das könnt ihr jederzeit machen. Die Levels werden dann etwas fairer, da sich jeder um eine andere Seite kümmern kann.
Fazit
Ihr steht auf Jump and Guns? Dann sollte Spidersaurs genau euer Ding sein! Es vermischt das traditionelle Gameplay von Contra mit dem frischen Look der WayForward-Spiele, eingetaucht in ein spannendes Setting. Dank ständig neuer Fähigkeiten spielt sich Spidersaurs immer frisch und wird gleichzeitig kontinuierlich herausfordernder. Zu zweit gewinnt das Spielchen dann noch mehr an Unterhaltung. Für launige Runden zwischendurch eignet sich das neuste Werk von WayForward daher hervorragend.
Erhältlich für: Xbox, PS, PC, Switch
Website: wayforward.com/games/spidersaurs