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Star Trek Prodigy: Supernova

Ein Action-Adventure für junge Trekkies – familiengerecht und sehr unterhaltsam.

Ob ich Star Trek Prodigy kenne? Nö. Ob ich schon mal was von der Animationsserie gehört habe? Ebenfalls nö. Ob ich dennoch Spaß mit Star Trek Prodigy: Supernova haben konnte – auf jeden Fall. Publisher Bandai Namco und Entwickler Outright Games liefern hier ein solides Action-Adventure ab, das besonders Fans der Vorlage richtig gut gefallen könnte – und nicht nur denen.

Wer seid ihr denn?

Wie gesagt: Ich habe keinen Schimmer, wer Dal und Gwyn eigentlich sind. Dass sie eine Vorgeschichte haben, wird mir bereits im Intro klar, das einige Gegebenheiten als vorausgesetzt sieht. Wer ist Zero? Was macht dieser Jankom dauernd? Wieso kann Rok sprechen und warum haben wir eine Schnecke als Haustier? Okay, Spongebob hatte das immerhin auch – das lasse ich mal als „normal“ durchgehen. Jedenfalls hatte ich keinerlei Vorwissen bei meinem Test zu Star Trek Prodigy: Supernova. Geschadet hat das dem Spielspaß allerdings nicht.

Es geht diesmal mitten in die Galaxie: Das geklaute Raumschiff der eben benannten Crew stürzt nach einer Sonneneruption auf einem fremdartigen Planeten ab. Alle können sich retten. Doch nur Dal und Gwyn werden halbwegs in die Nähe des Wracks teleportiert. Das Abenteuer beginnt. Gemeinsam müssen sie ein Geheimnis aufdecken und dabei ihre kämpferischen sowie lösungs-orientierten Fähigkeiten unter Beweis stellen. Nichts geht über gutes Teamwork.

Action aus der Draufsicht

Aus der isometrischen Perspektive habt ihr entweder die Kontrolle über Dal oder Gwyn. Ja, Star Trek Prodigy: Supernova ist auf ein kooperatives Abenteuer ausgelegt, was ich sehr nett finde. Aber auch solo könnt ihr hier ruhig eintauchen. Dann übernimmt die KI den jeweils anderen Part. Während eurer Missionen wechselt ihr die Figuren bequem per Knopfdruck. Die Steuerung ge-staltet sich als einfach und recht intuitiv, wenn ihr solche Spiele vorher schon mal gespielt habt.

Auf insgesamt drei Planeten müsst ihr eure Abenteuer bestreiten. Dabei geht es von Level zu Level, die euch jeweils rund 20 Minuten beschäftigen werden. Nach Abschluss eines Levels könnt ihr auch jederzeit wieder dorthin zurückreisen. Also macht euch keinen Stress, wenn ihr mal ein Geheimnis nicht beim ersten Anlauf entdeckt. Viele der versteckten Secrets könnt ihr sowieso erst später finden, wenn ihr eure Crew erweitert habt.

Nah oder fern?

Gwyn und Dal spielen sich übrigens fast identisch: Nur ist Dal mit seinen Blastern der stärkere Fernkämpfer und Gwyn mit ihrem Schwert die ideale Nahkämpferin. Persönlich liegt mir Gwyn eher vom Spielstil her. Beide können per Tastendruck auf über Mini-Strecken teleportieren und so Feinden ausweichen oder kleine Schluchten überwinden. Teamwork steht dabei aber stets im Fokus.

In kleinen Rätseln dürft ihr Schalter bewegen, Lichtstrahlen anpassen und Würfel auf die korrek-ten Abschnitte legen. Auch wenn das nie sonderlich fordernd war, kam dadurch immer schön Abwechslung in den sonst kämpferischen Alltag. Dabei sammelt ihr fleißig alles ein, was nicht niet- und nagelfest ist. Mit den gesammelten Mineralien kauft ihr euch dann später bessere Fähigkeiten. Die alten Relikte schalten besondere Gegenstände frei. Mein Sammeltrieb war jedenfalls ge-weckt.

Auch grafisch kann sich Star Trek Prodigy: Supernova durchaus sehen lassen. Der Comic-Stil greift das Art-Design der Serie prima auf. Die unterschiedlichen Planeten glänzen durch bunte Umgebungen und schöne Details. Auch die Gegner wurden oft nett gestaltet, auch wenn die Abwechslung im Gegnerdesign nach einer Weile etwas langweilt.

Sprachbarriere überwunden

Bemerkenswert ist auch, dass die meisten Dialoge synchronisiert wurden. So müssen jungen Spieler:innen nicht unbedingt lesen können, um zu verstehen, um was es geht. Allerdings hören sich die Synchronsprecher:innen immer wieder genervt an oder betonen Wörter merkwürdig. Außerdem stimmen die gesprochenen Worte selten zu 100 Prozent geschriebenen Text überein, was schon verwirrend sein kann.

Aber den meisten Spaß macht Star Trek Prodigy: Supernova tatsächlich, wenn ihr einen menschlichen Spieler:in an eurer Seite habt. Gemeinsam macht das Abenteuer gleich doppelt so viel Spaß – das habe ich auch beim Test mit meinen Kids gemerkt. Ideal kann ein Elternteil einen Charakter übernehmen, während die andere Figur vom Nachwuchs gesteuert wird. So geht Teamwork. Und fällt einer mal zu Boden, kann der andere helfen. Gehen beide k.o., sind die Speicherpunkte nie weit voneinander entfernt.

Fazit

Star Trek Prodigy: Supernova ist ein nettes, aber nicht herausragendes Spielchen für die gesamte Familie. Auch ohne das Hintergrundwissen zur Serie lassen sich hier schöne Abenteuer in den Weiten des Universums erleben. Die Mischung aus Kampf und Rätsel sorgt dabei für die nötige Abwechslung. Sehr schön: Der Koop-Modus ist quasi ideal, um als Eltern-Kind-Tag-Team dem Bösen in den virtuellen Hintern zu treten. Danke, Bandai Namco.

Erhältlich für: PC, Xbox, PS, Switch
Website: de.bandainamcoent.eu/star-trek/star-trek-prodigy-supernova