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Star Wars Outlaws

Ein galaktisches Abenteuer mit Höhen und Tiefen.

Star Wars Outlaws, entwickelt von Massive Entertainment und veröffentlicht von Ubisoft, ist der erste Open-World-Titel im Star-Wars-Universum. Das Spiel versetzt euch in die Rolle von Kay Vess, einer charmanten, aber kriminellen Antiheldin, die in den gefährlichen Weiten der Galaxis überleben muss. Doch wie gut gelingt es dem Spiel, die hohen Erwartungen zu erfüllen?

Interstellarer Augenzucker

Star Wars Outlaws beeindruckt mit einer atemberaubenden visuellen Darstellung, die das Star-Wars-Universum zum Leben erweckt. Die Entwickler haben die Snowdrop-Engine genutzt, um eine detailreiche und atmosphärische Welt zu erschaffen. Von den belebten Straßen von Tatooine bis zu den dichten Dschungeln von Akiva – jede Umgebung ist liebevoll gestaltet und bietet eine Fülle von Details, die Fans der Serie begeistern werden. Die Charaktermodelle sind ebenfalls gut gelungen und fügen sich nahtlos in die lebendige Welt ein. Der Besuch auf einem überfüllten Markt mit allerlei fremdartigen Wesen kann schon zur spannenden Entdeckungstour werden. Herrlich!

Auf den ersten Blick erscheint hier alles wunderbar glatt geschliffen. Beim zweiten Blick entdeckt man dann ein paar kleine Makel wie teils fehlende Lippen-Synchronisation oder später nachladende Texturen, die das Spielgeschehen etwas trüben können. Aber das ist bereits meckern auf höchstem Niveau.

Bekannte Ubisoft-Formel

Das Gameplay von Star Wars Outlaws bietet eine Mischung aus Erkundung, Kampf und Dialogen. Als Kay Vess habt ihr die Freiheit, die Galaxis zu erkunden, Aufträge anzunehmen und euch mit verschiedenen Fraktionen zu verbünden oder anzulegen. Die offene Welt bietet zahlreiche Aktivitäten, von Kopfgeldjagden bis hin zu Schmuggelmissionen, die für Abwechslung sorgen sollen.

Wenn ihr schon mal ein Spiel von Ubisoft gespielt haben solltet, könnte euch das Konzept bekannt vorkommen. Die berühmte Ubisoft-Formel greift nämlich auch hier - nur eben im Star Wars Universum. Das ist per se nichts Schlechtes, fühlt sich aber eben etwas generisch an. Mir persönlich hat der eigene Charme gefehlt, den man dem Spiel hätte verleihen können. Dafür glänzt Star Wars Outlaws aber auf anderen Gebieten.

Der Kampf ist beispielsweise flüssig und dynamisch, mit einem Fokus auf Deckung und taktische Entscheidungen. Kay ist mit einer Vielzahl von Waffen und Gadgets ausgestattet, die es euch ermöglichen, euren Spielstil anzupassen. Die Steuerung ist präzise, obwohl sie in hektischen Gefechten manchmal etwas ungenau wirken kann. Das Spiel bietet zudem ein moralisches Entscheidungssystem, das den Verlauf der Geschichte beeinflusst und für Wiederspielwert sorgt.

Wirklich besonders: Nix

Mein persönliches Highlight ist und bleibt Kays kleiner Begleiter namens Nix. Dieses kuschelige Wesen ist nicht nur unglaublich niedliche gestaltet, sondern auch eine nützliche Hilfe in einigen Situationen. Ob ihr nun Objekte erreichen müsst oder die Gegend auskundschaften sollt, Nix hilft euch dabei. Was genau das kleine Vieh nun wirklich ist, kann ich auch nicht sagen. Aber ich hab den kleinen Kerl echt lieb gewonnen während unserer Reise.

Apropos Reise: Die Geschichte von Star Wars Outlaws ist spannend und gut erzählt, wenn auch etwas langatmiger als sie hätte sein können. Kay ist eine interessante Antiheldin, die auf den größten Raub in der Galaxie aus ist. Nur mit Geschick und Taktik will sie den größten Coup in der Geschichte abziehen – wer braucht da schon Jedi-Kräfte?! Die meisten Dialoge sind gut geschrieben und die Synchronsprecher leisten hervorragende Arbeit, um den Charakteren Leben einzuhauchen. Macht euch auf einige Wendungen gefasst.

Die dunkle Seite der Macht

Trotz seiner vielen Stärken hat Star Wars Outlaws auch einige Schwächen. Die offene Welt kann manchmal etwas leer wirken, insbesondere in den weniger belebten Gebieten. Zudem sind manche Missionen repetitiv und könnten mehr Abwechslung vertragen. Das gilt insbesondere für die kleinen Mini-Spielchen wie das Schlösser knacken. Nach ein paar Malen hat es mich eher genervt als unterhalten. Aber ihr könnt das Feature auch komplett abschalten, was ich für eine merkwürdige Design-Entscheidung halte.

Außerdem kam es auf meiner Xbox gelegentlich technische Probleme, wie Framerate-Einbrüche und kleinere Bugs, die das Spielerlebnis trüben können. Bei so einem großen Projekt scheint das aber kein Wunder zu sein und wir sicher über die Zeit noch per Patches verbessert.

Ein weiterer Kritikpunkt ist das moralische Entscheidungssystem, das zwar interessante Optionen bietet, aber nicht immer die erhofften Auswirkungen auf die Spielwelt hat. Einige Entscheidungen fühlen sich bedeutungslos an und hätten mehr Konsequenzen haben können, um den Spieler stärker in die Handlung einzubeziehen. So, jetzt aber genug gemeckert. Kommen wir zum Fazit.

Fazit

Star Wars Outlaws ist zwar etwas durch die Ubisoft-Formel zu generisch geworden, aber insgesamt immer noch ein gelungenes Open-World-Abenteuer, das das Star-Wars-Universum auf schöne Weise zum Leben erweckt. Die Kombination aus dynamischem Gameplay und einer beeindruckenden visuellen Präsentation macht es zu einem tollen Spiel für Fans der Serie. Insbesondere die kleine Kreatur Nix ist mein persönliches Highlight. Trotz kleinerer Schwächen und technischer Probleme bietet das Spiel ein unterhaltsames und immersives Erlebnis, das sowohl alteingesessene Star-Wars-Fans als auch Neulinge begeistern wird.

Erhältlich für: Xbox, PS, PC
Webseite: ubisoft.com/de-de/game/star-wars/outlaws