Als ich 1997 mit meinen Kumpels aus dem Kino kam, nachdem wir "Starship Troopers" gesehen hatten, wussten wir: Das war mehr als nur ein Film. Es war eine Erfahrung. Seitdem habe ich mir oft gewünscht, selbst als Space Marine gegen die Arachnidenbedrohung anzutreten. Mit Starship Troopers: Extermination ist dieser Traum nun Wirklichkeit geworden – zumindest teilweise.
Gemeinsam gegen die Bugs
Extermination ist ein 16-Spieler-Koop-Shooter, der uns mitten in die Action des Starship Troopers-Universums wirft. Als Elite-Trooper der Deep Space Vanguard kämpfen wir auf dem Planeten Valaka gegen Horden von Bugs. Und wenn ich Horden sage, meine ich HORDEN. Die schiere Masse an Gegnern, die auf einen zuströmt, ist beeindruckend und erinnert stark an die epischen Schlachtszenen aus dem Film. Da kann man leicht mal Panik bekommen.
Das Gameplay ist oldschool – und das meine ich positiv. Keine automatische Gesundheitsregeneration, kein wildes Herumgehüpfe. Stattdessen müssen wir als Team zusammenarbeiten, unsere Basis verteidigen und strategisch vorgehen. Der Friendly Fire zwingt uns zusätzlich zur Vorsicht. Es fühlt sich an, als wären wir wirklich Teil der Mobile Infantry.
Auf die Details kommt es an
Die Atmosphäre ist fantastisch eingefangen. Von den Rüstungen der Soldaten bis hin zu den Nachrichten-Einblendungen vor jeder Runde - alles schreit "Starship Troopers". Besonders die Soundkulisse hat es mir angetan. Das Zischen der Plasmagewehre und das Kreischen der Bugs katapultieren mich direkt zurück in den Kinosaal von '97.
Die Macher:innen haben sogar auf Mini-Details geachtet, die wohl kaum ein Fan wahrnehmen würde. Aber jemand, der sich da auskennt, zeigte mir einige davon: Casper van Diem, der die Rolle des Johnny Rico im Film spielte, nahm sich auf der gamescom Zeit für mich. Ein grandioses Erlebnis! Somit taucht man gleich tiefer hier ins Spiel ein.
Zu ernst?
Allerdings gibt es auch Schattenseiten. Die satirischen Elemente, die den Film so besonders machten, fehlen hier weitgehend. Das Spiel nimmt sich sehr ernst, was einerseits für Immersion sorgt, andererseits aber eine verpasste Chance darstellt. Zudem sind die Missionstypen und Ziele recht repetitiv. Nach einigen Stunden kann sich Ermüdung einstellen.
Die drei verfügbaren Klassen – Assault, Support und Defense – bieten zwar unterschiedliche Spielstile, könnten aber mehr Tiefe vertragen. Besonders der Operator mit seinen Heilfähigkeiten ist unverzichtbar, was manchmal zu unausgewogenen Teamzusammenstellungen führt.
Runde Sache
Technisch läuft das Spiel erstaunlich stabil, angesichts der Massen an Gegnern und Spielern auf der Karte. Kleinere Bugs (die digitalen, nicht die außerirdischen) gibt es zwar, aber nichts Spielbrechendes. Die Tests im Vorfeld zeigen damit ihre Wirkung.
Fazit
Starship Troopers: Extermination ist ein Fest für Fans des Franchises. Es fängt die Essenz der Filme perfekt ein und lässt uns endlich selbst gegen die Bugs kämpfen. Die oldschool Mechaniken und der Fokus auf Teamplay sorgen für intensive Koop-Action. Allerdings fehlt es an Abwechslung und der satirischen Tiefe des Originals. Für mich als langjährigen Fan ist es trotz der Schwächen ein Must-Play. Ich fühle mich wie Johnny Rico, wenn ich mit meinem Team gegen die Bugwellen ankämpfe. Neueinsteiger könnten sich jedoch an der Repetitivität und dem hohen Schwierigkeitsgrad stören. But remember: The only good bug is a dead bug!
Erhältlich für: Xbox, PS, PC
Webseite: starshiptroopersextermination.com