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Steelplay Headset HP-44

Hier gibt’s was auf die Ohren für Spieler:innen – zum günstigen Preis. Aber taugt das auch was?

Wenn es um Headsets geht, scheiden sich die Geister. Viele meiner männlichen Gamer-Kollegen haben jeweils ihren Favoriten für die Ohren. Dabei überschlagen sich die Preise jedoch regelmäßig und befinden sich jenseits der 100-Euro-Grenze. Aber geht es auch billiger? Besonders, wenn man nur mal nebenher was zocken möchte und nicht gleich einen dreistelligen Betrag zahlen will.

Zufällig kamen gerade die neuen Steelplay Headsets HP-44 und HP-45 auf den Markt. Beide Modelle sind baugleich, unterscheiden sich lediglich in ihrer Farbgebung. Preislich liegen beide Modelle bei rund 25 Euro. Die große Frage: Günstig oder billig? Hören wir mal rein.

Zwei Modelle, zwei Zielgruppen

Für den Test hat uns Steelplay das weiß-blaue HP-44 zur Verfügung gestellt. Optisch richtet sich das Modell wohl eher an Playstation-Spieler:innen. Das HP-45 ist mit seiner schwarz-grünen Farbe deutlich an Xbox-ler gerichtet. Davon ab unterscheiden sich die beiden Modelle aber nicht. Das erste, was auffällt: Beim Auspacken sehen die Kopfhörer schon etwas billig aus. Das liegt zum einen an der Hartplastik-Optik und zum anderen am starken Kunststoffgeruch, den die Packung verströmt.

Doch die Verarbeitung geht dafür dennoch in Ordnung, wenn man sich das Headset genauer anschaut. Dabei werden weitere Details deutlich: Das zweieinhalb Meter lange Kabel ist direkt mit der rechten Ohrmuschel verbunden und kann nicht abgenommen werden. Am Kabel befindet sich ein Regler für die Lautstärke und ein An- und Aus-Schalter für das Mikrofon. Auch hier sieht die Verarbeitung etwas hastig aus – das sollte aber nur für Perfektionisten ein Problem darstellen.

Installiert? Funktioniert!

Die Ohrmuscheln selbst sind sehr robust und mit einem Kunstleder überzogen, was relativ weich ist – auch für Brillenträger wie mich. Wer das Headset länger benutzt könnte zudem warme Ohren bekommen, was bei mir aber immer passiert, egal welches Headset ich nutze. Ich will es nur gesagt haben. Das Wichtigste aber am HP-44 und HP-45 von Steelplay: Die Kopfhörer funktionieren dank Klinkenkabel direkt ohne Installation – und das an jeder Konsole oder Gerät mit Klinkenanschluss. Auch an meinem Handy musste ich das Headset nur einstöpseln und fertig. So etwas liebe ich ja. Kommen wir zum wichtigsten Aspekt: Dem Klangerlebnis.

Eins vielleicht vorweg: Wenn es um Sound geht, bin ich nicht so der Empfindliche, wie meine eingangs erwähnten Kumpels. Hauptsache ich höre etwas – und das ist beim HP-44 der Fall. Der Sound kommt klar und deutlich in meine Ohren. Wobei nicht ganz so klar, wie bei anderen Headsets. Manche Töne fühlen sich etwas dumpf an, was ich aber locker verkraften kann. Womit ich mehr Probleme hatte, war die genaue Einstellung des Headsets für meine Kopfgröße: Bis ich die ideale Größe eingestellt hatte, verging einige Zeit.

Das lag daran, dass die Größe nicht stufenlos einfach mal so fein justiert werden kann – es muss leicht geruckelt werden, bis man den gewünschten Abstand eingestellt hat. Ist das alles geschafft, sitzen die Ohrmuscheln ganz bequem. Nur je nach Kopfgröße stehen die beiden Ohrmuscheln hier und da etwas ab, weil sie nicht an einem drehbaren Gelenk befestigt sind. So geht euch also in dem Fall manchmal etwas Musik flöten.

Nicht zu viel versprochen

Im Test mit meinen Kumpels fiel das integrierte Mikrofon besonders gut auf. Meine Kumpels waren fest überzeugt, dass ich mein teures Headset benutze, weil sie keinerlei Soundeinbüßen hören konnten. Als ich ihnen nach über einer Stunde mitteilte, dass es sich hier um das HP-44 handelt, waren alle positiv überrascht. Klar, ihr müsst dabei auf Komfortfunktionen wie automatisches An und Aus beim Einklappen des Sprechteils verzichten, aber das finde ich persönlich nicht schlimm. Ich habe mich schnell daran gewöhnt, dass ich per Knopf am Kabel das Mikrofon an- und ausschalten muss.

Fazit

Das HP-44 bzw. HP-45 Headset von Steelplay ist günstig, aber nicht billig. Die Verarbeitung mag hier und da nicht sonderlich schick sein, dafür funktioniert aber auch alles tadellos. Beim Klang erschienen manche Töne etwas dumpf, aber insgesamt dennoch absolut in Ordnung. Herausragend war das Mikrofon, das im Test mit meinen Freunden einen prima Eindruck machte. Bei einem Preis von 25 Euro fehlen natürlich einige Komfortfunktionen, was aber das Hörerlebnis insgesamt dennoch nicht sonderlich schmälert. Daher kann ich die Steelplay-Reihe jedem Gamer empfehlen, der für kleines Geld eine gute Lösung haben möchte.

Erhältlich für: Xbox, PS, PC
Website: steel-play.com