Ich muss mich zu Beginn gleich mal outen: Erst sehr selten habe ich ein extra Mikrofon benutzt, wenn ich Videoaufnahmen gemacht habe. Im Nachhinein hört man das dann auch. Das lag meist daran, dass die Dinger entweder ziemlich teuer oder umständlich im Handling waren. Mit dem Steelplay Micro USB Stream Mic sind diese beiden Argumente allerdings vom Tisch. Also wage ich mich in den Selbstversuch.
Echtes Leichtgewicht
Beim ersten Kontakt mit dem Mikrofon, das an einem zwei Meter langen USB-Kabel hängt, bin ich verwirrt: Gehören da Batterien rein? Das Teil ist nämlich äußerst leicht. Klar, Dank des Kabels braucht es keine Batterien. Aber dennoch fühlt sich das merkwürdig an. Insgeheim verbinde ich mit mehr Gewicht wohl eine höhere Wertigkeit – das geht mir bei Controllern auch so. Allerdings stimmt das nicht immer, wie ich oft feststellen muss.
Neben dem Mikrofon liegt der Packung noch einiges an Zubehör bei: Ein dreibeiniger Ständer, eine kleine Metallstange und ein Pop-Filter runden das Paket ab. Insgesamt kommen wir dann auf ein Gewicht von knapp über 200 Gramm, was wirklich sehr leicht ist. Das Mikrofon gehört übrigens in diesen dreibeinigen Ständer hinein, um es optimal benutzen zu können. Auf dem Ständer ist eine Vorrichtung, die durch zwei Plastikringe hervorsticht.
In diesen Ringen spannen sich jeweils ein paar Gummibänder durch. Dort muss ich das Mikrofon durchquetschen, was gar nicht so leicht ist, wie es sich anhört. Ja, die Sache wird ziemlich fummelig. Aber nach ein paar Momenten habe ich es geschafft und das Mikro ist fest verschnürt. Das längliche Eisenteil entpuppt sich als Halterung für den Pop-Filter. Dadurch werden Nebengeräusche aus der Luft gefiltert. Wenn ich das Mikrofon nach dem Aufbau so vor mir sehe, hat das schon was Professionelles – und das zum ziemlich kleinen Preis.
Einfach mal los
Das Mikro lässt sich übrigens mit allen Geräten direkt verwenden, die einen USB-Anschluss haben – sogar Konsolen. Da kann ich es als normales Mirko nutzen, was aber etwas albern ist. Also beschränke ich mich auf den PC und drehe ein kleines Video. Das Steelplay Mikrofon wird übrigens direkt von meinem Windows-PC erkannt, ohne dass ich es installieren müsste – läuft also. Mein Video drehe ich mit einer Webcam – in diesem Fall mit der Ca20 Clear Speech Webcam von Lexip.
Als Tonquelle nehme ich das Mikrofon von Steelplay. Bis auf die Tatsache, dass ich mich selbst in Videos nicht gerne anschaue, ist die Qualität wirklich sehr zufriedenstellend. Insbesondere über den Sound bin ich wirklich begeistert. Aber eigentlich sollte ich mich nicht sonderlich wundern. Denn bereits beim Steelplay Headset HP-44 war die Qualität des Mikrofons herausragend. Und so verhält es sich auch hier beim Micro USB Stream Mic. Anders gesagt: Mit Sound kennt sich Steelplay anscheinend bestens aus. Aber ich mache noch einen Test.
Könnt ihr mich hören?
Beim nächsten Arbeitsmeeting installiere ich das Micro USB Stream Mic als Soundquelle, ohne meinen Kolleg:innen davon zu berichten. Schon nach meinen ersten Worten kommen Fragen auf: „Hast du was an deinen Sound-Einstellungen geändert? Du hört dich so viel besser an!“ Wenn das mal kein dickes Kompliment an das Mikrofon ist?! Und ja, ich klinge viel deutlicher und zudem ohne Störgeräusche aus dem Hintergrund. Den Praxistest hat das Steelplay Micro USB Stream Mic damit eindeutig bestanden.
Fazit
Ich hatte mich nie sonderlich mit Mikrofonen auseinandergesetzt. Doch das Micro USB Stream Mic von Steelplay hat mich auf den Geschmack gebracht. Nach der anfangs etwas fummeligen Installation überzeugt das günstige Gerät mit äußerst guten Tonaufnahmen. Dabei lässt sich das Mikro vielseitig einsetzen: Von der Unterstützung eigener Videos bis hin zur Audio-Quelle für ein Teammeeting ist das Micro USB Stream Mic für den Einsatz gerüstet. Einfacher und günstiger geht’s wohl wirklich nicht, wenn ihr nicht gerade ein professionelles Video am Drehen seid. Bei mir hat das Mirko einen festen Platz im Büro gefunden.
Erhältlich für: PC, Mac
Website: steel-play.com