Aus dem ersten Trailer, den ich zu Summertime Madness sah, wurde ich einfach nicht schlau. Was zur Hölle muss ich hier tun? Da fliege ich aus der Ego-Perspektive auf einem gigantischen Schiffsanker durch die Luft. Alles sieht aus, als wäre ich in einem Gemälde unterwegs. Als ich das Werk von DP Games und Sometimes You dann zum ersten Mal spielen durfte, fiel der Groschen.
Die Schrecken des Krieges
Summertime Madness ist ein sympathisches Rätselspiel, das tatsächlich in einem Gemälde stattfindet. Dabei startet es recht düster: Der Titel spielt zu Zeiten des Krieges. Die Bomben haben eine Stadt in Schutt und Asche verwandelt. Nur in einem Dachgeschoss brennt noch Licht. Dort oben hat ein Künstler sein Atelier. Mit bunten Farben flieht er vor dem Alltag der Kriegsleiden.
Eines Abends geschieht es dann: Ein Unbekannter betritt das Atelier. Schnell stellt sich heraus, dass er teuflische Kräfte besitzt. Er bietet dem Künstler an, dass er in eines seiner Gemälde fliehen darf – zumindest für einen begrenzten Zeitraum. Der Künstler nimmt das Angebot an. Für euch bedeutet das den Start von Summertime Madness.
Spannendes Selbst-Experiment
Aus der Ego-Perspektive schlendert man durch die Welt und muss zunächst einmal herausfinden, was es überhaupt zu tun gibt. Ein klein wenig erinnert mich Summertime Madness an das grandios The Witness. Allerdings sind die Rätsel hier eine ganze Nummer einfacher. Ihr legt Schalter herum und schaut, was passiert. Ihr dreht an Hebeln oder spielt ein paar Töne auf dem Klavier. Summertime Madness bietet locker-leichte Unterhaltung, die eure grauen Zellen leicht fordern wird.
Untermalt wird das Spiel von einer angenehm, manchmal melancholischen Melodie. All das passt hervorragend zu dem auf dem Bildschirm gezeigten. Die Farbgebung samt den verschwommenen Effekten erweckt immer den Anschein, dass ihr wirklich in einem Gemälde unterwegs seid. Wer sich anstrengt, kann in rund drei bis vier Stunden das Ende begutachten – und fühlt sich danach wirklich clever.
Fazit
Summertime Madness ist eines dieser Spielchen, die einfach an einem vorbeiziehen, ohne sonderlich zur Last zu fallen. Man wird sich ein Jahr danach vielleicht nicht mehr sonderlich daran erinnern, hatte aber dennoch unterhaltsame Stunden mit dem Werk. Wer auf Rätsel steht und immer schon mal den Titanic-Song auf einem Klavier spielen wollte, um einen Erfolg zu erhalten, der sollte Summertime Madness unbedingt auf seine Liste setzen.
Erhältlich für: Xbox, Playstation, Switch, PC
Website: summertimemadness.com