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Swordship

Ein Shooter, bei dem ihr nicht schießen könnt? Genau das liefert dieses ungewöhnliche Spielchen.

Eine Welt unter Wasser – jedenfalls für all diejenigen, die sich keinen Luxusplatz an der Erdoberfläche leisten können. Das ist das Setting, in das euch Digital Kingdom und Publisher Thunderful Games bei ihrem Werk Swordship hineinwirft. Ihr steuert ein ultra schnelles Schiff, das sich auf eine gefährliche Reise begeben muss, um Pakete auszuliefern.

Moderner Paketbo(o)te

Bei Swordship dürft ihr euch ins kalte Metall eines hochmodernen Speedboots begeben. Dieses ist dazu da, um Pakete von einer Mega-City in die nächste zu transportieren. Das wäre eigentlich eine recht gemütliche Angelegenheit – wären da nicht räuberische Unterwasserbewohner. Denn diese haben es auf die wertvolle Fracht abgesehen. Und um an die transportierten Container dranzukommen, werden zerstörerische Roboter auf euch losgehetzt. So viel zum Rahmen, in dem Swordship spielt.

Als Spieler:in übernehmt ihr die Steuerung des schnellen Schiffchens. Swordship sieht auf den ersten Blick aus wie ein Top-Down-Shooter. Denn ständig fliegen Kugeln über den Monitor und es knallt an allen Ecken und Enden. Allerdings gibt es einen Unterschied, der Swordship hervorhebt: Euer Boot besitzt keinerlei Waffen. Eure einzige Waffe ich eure Geschwindigkeit.

Mit Reaktionen zum Erfolg

Daher ist Swordship weniger ein Shoot’m-up als vielmehr ein Dodge’m-up. Was das heißt, erkläre ich euch gern. Ihr müsst in Swordship ständig auf der Hut vor gegnerischen Angriffen sein. Meist kündigen markierte Bereiche den Schusswinkel eurer Feinde an. Nun heißt es: Flink sein. Wenn ihr euch gut positioniert und im rechten Moment ausweicht, ballern sich die Feinde gegenseitig über den Haufen. Denn euer Boot beherrscht einige Tricks.

So seid ihr nicht nur rasend schnell, sondern könnt für einen kurzen Moment auch tauchen. Kommen zwei Raketen auf euch zu, taucht ihr kurz ab und seht zu, wie die Dinger auf der anderen Seite in den Robotern der Banditen einschlagen. Was anfänglich noch recht leicht beginnt, wird bald zur motivierenden Herausforderung. Denn in den höheren Levels kann es schnell chaotisch werden. Und das macht aber auch den Reiz dieses Spielchens aus.

Der Lohn eurer Mühe

Am Ende eines jeden Levels zählt nur, ob ihr überlebt habt. Denn wenn ihr das Paket erfolgreich überbringt, dürft ihr euch auf Upgrades für euer Schiff freuen. So lernt ihr neue Tricks, um auszuweichen und eure Widersacher zu zerstören – ganz ohne den Einsatz von Waffen. Außerdem passt ihr damit das Boot eurem ganz persönlichen Spielstil an – eine feine Sache.

Grafisch setzt Swordship auf eine bunte Comic-Optik, die aus sehr wenigen Polygonen besteht. Allerdings wird es auf der hohen See ganz schön bunt. Über eine fehlende Farbenpracht kann man sich hier jedenfalls nicht beschweren. Und damit wären wir schon bei der endgültigen Bewertung.

Fazit

Swordship bietet eine außergewöhnliche Spielidee – ein Shooter ohne den Einsatz von Waffen. Digital Kingdom und Thunderful Games fordern von euch in einem taktischen Action-Game Fingerspitzengefühl und teils schnelle Reaktionen. Die Jagd nach Highscores und spektakulären Eigen-Kills macht über einen sehr langen Zeitraum Laune. Hinzu kommt die bunte Grafik, die dem rasanten Gameplay einen hübschen Arcade-Stil verpasst. Für ein schnelles Ründchen zwischendurch kann ich Swordship jedem empfehlen, der auf Shoot’m-ups steht. Dieses Spiel dreht den Spieß nun etwas um.

Erhältlich für: PC, Xbox, PS, Switch
Website: thunderfulgames.com/games/swordship