Eine düstere Zukunft voller Gefahren: Mit Synduality: Echo of Ada wagt sich Bandai Namco in das Genre der Extraktions-Shooter und kombiniert es mit Sci-Fi-Mecha-Action und einer Prise Anime-Ästhetik. Klingt spannend für euch? Dann kommt mit auf die Reise!
Das Spiel entführt uns ins Jahr 2222, in eine postapokalyptische Welt, in der ein mysteriöser Giftregen namens „Tränen des Neumonds“ die Menschheit fast ausgelöscht hat. Als sogenannter Drifter seid ihr Teil der Überlebenden, die in riesigen Mechs – den sogenannten CRADLECOFFINS – die gefährliche Oberfläche erkunden, um wertvolle Ressourcen zu sammeln und gegen feindliche Kreaturen sowie andere Spieler anzutreten. Das mal zur groben Orientierung.
Menschheit am Abgrund
Die Welt von Synduality ist geprägt von Verzweiflung und Überlebenskampf. Nach einer Katastrophe, die durch einen mysteriösen Regen ausgelöst wurde, ist die Erdoberfläche von gefährlichen Kreaturen – den Enders – bevölkert. Die Menschheit hat sich in unterirdische Städte zurückgezogen, während sogenannte Drifter die Oberfläche erkunden, um AO-Kristalle zu sammeln – eine wertvolle Ressource, die für das Überleben essenziell ist.
Begleitet werdet ihr von einem Magus, einer KI mit eigener Persönlichkeit, die nicht nur eure Missionen unterstützt, sondern auch eine zentrale Rolle in der Handlung spielt. Die Beziehung zwischen euch und eurem Magus entwickelt sich im Laufe des Spiels und verleiht der ansonsten düsteren Atmosphäre einen emotionalen Kern.
Die Story wird vor allem durch Zwischensequenzen und Dialoge erzählt. Während die Grundprämisse spannend ist, bleibt die Erzählung insgesamt eher oberflächlich und dient mehr als Rahmen für das Gameplay.
Mecha-Action mit taktischem Tiefgang
Das Gameplay von Synduality: Echo of Ada kombiniert Elemente aus PvPvE-Shootern wie Escape from Tarkov mit Mecha-Action und Erkundung. Eure Hauptaufgabe besteht darin, AO-Kristalle zu sammeln und sicher zu eurer Basis zurückzukehren. Dabei müsst ihr nicht nur gegen KI-gesteuerte Feinde (die Enders) kämpfen, sondern euch auch vor anderen Spielern in Acht nehmen, die euch eure Beute streitig machen können.
Der CRADLECOFFIN: Euer wandelbarer Mecha. Er ist euer wichtigstes Werkzeug. Der Mech kann individuell angepasst werden – von Waffen über Panzerung bis hin zu Bewegungsmodulen. Je nach Spielstil könnt ihr euren Mech auf Geschwindigkeit, Angriffskraft oder Verteidigung optimieren.
Die Steuerung des Mechs fühlt sich wuchtig und präzise an. Jeder Schritt und jede Bewegung vermittelt das Gefühl, tatsächlich einen massiven Kampfroboter zu steuern. Gleichzeitig bleibt das Gameplay dynamisch genug, um schnelle Manöver und taktische Entscheidungen zu ermöglichen.
Der Magus: Euer treuer Begleiter
Euer Magus ist mehr als nur eine KI-Begleitung. Er hilft euch bei der Navigation, gibt taktische Hinweise und kann sogar während des Kampfes unterstützende Fähigkeiten einsetzen – etwa Schilde aktivieren oder Gegner markieren. Zudem hat jeder Magus eine eigene Persönlichkeit, was dem Spiel eine charmante Note verleiht. Also nehmt euch zu Beginn ruhig etwas Zeit, wenn ihr euren Magus erstellt. Ihr werdet ihn oft zu Gesicht bekommen.
Die Mischung aus PvE (gegen Enders) und PvP (gegen andere Spieler) sorgt für ständige Spannung. Während ihr euch auf das Sammeln von Ressourcen konzentriert, könnt ihr jederzeit von anderen Spielern angegriffen werden. Dies führt zu nervenaufreibenden Momenten, in denen ihr entscheiden müsst: Kämpfen oder fliehen? Besonders spannend wird es, wenn ihr mit einer vollen Ladung AO-Kristalle kurz vor eurer Basis steht und plötzlich ein feindliches Team auftaucht. Denn wenn ihr besiegt werdet, verliert ihr alles - sogar euren Mech. Daher seid vorsichtig!
Eines meiner persönlichen Highlights ist die Rückschau auf jeden Einsatz. Im Video seht ihr, wo ihr was auf der Karte gemacht habt und wer sonst noch unterwegs war. Ziemlich cooles Feature. Danach seht ihr eure gesammelten Ressourcen und bekommt Geld für den Ausflug. Insgesamt sehr motivierend.
Ein visuelles Spektakel mit kleinen Schwächen
Grafisch macht Synduality: Echo of Ada vieles richtig. Die postapokalyptischen Landschaften sind atmosphärisch gestaltet, mit zerstörten Städten, dichten Wäldern und gefährlichen Wüstengebieten. Besonders beeindruckend sind die Designs der Mechs und Enders, die futuristisch und gleichzeitig bedrohlich wirken.
Die Animationen sind flüssig, insbesondere bei den Kämpfen. Explosionen und Waffeneffekte sehen spektakulär aus und verleihen den Gefechten eine cineastische Qualität. Allerdings gibt es gelegentlich Pop-ins bei Texturen sowie kleinere Framerate-Einbrüche in intensiven Szenen.
Der Soundtrack unterstreicht die düstere Atmosphäre mit melancholischen Klängen und treibenden Beats während der Kämpfe. Die Soundeffekte – vom Stampfen der Mechs bis zum Zischen der Laserkanonen – sind kraftvoll und immersiv.
Gemeinsam oder gegeneinander
Der Multiplayer-Modus ist allgegenwärtig in Synduality. Ihr könnt entweder alleine oder im Team spielen. Besonders spannend sind die dynamischen Begegnungen mit anderen Spielern: Schließt ihr euch kurzfristig zusammen oder greift ihr sie an? Diese Entscheidungen beeinflussen den Verlauf jeder Mission erheblich.
Ein Koop-Modus ermöglicht es euch zudem, gemeinsam mit Freunden gegen besonders starke Enders anzutreten oder größere Mengen an Ressourcen zu sichern. Leider fehlt ein Crossplay-Feature zwischen den Plattformen – ein Nachteil für Spielergruppen auf unterschiedlichen Systemen.
Umfang und Wiederspielwert
Mit zahlreichen Anpassungsmöglichkeiten für euren Mech sowie verschiedenen Magus-Typen bietet Synduality viel Raum für Experimente. Die zufällig generierten Missionen sorgen dafür, dass keine Partie gleich abläuft. Zudem gibt es Ranglisten sowie saisonale Events, die zusätzliche Herausforderungen bieten.
Allerdings könnten einige Spieler den Grind-Faktor als störend empfinden: Um bessere Ausrüstung freizuschalten, müsst ihr oft dieselben Missionstypen wiederholen.
Fazit
Ein mutiger Schritt ins PvPvE-Genre Synduality: Echo of Ada ist ein spannender Mix aus Mecha-Action, Survival-Mechaniken und taktischem Multiplayer-Gameplay. Die Kombination aus individuell anpassbaren Mechs, dynamischen PvPvE-Missionen und einer atmosphärischen Welt macht das Spiel zu einem einzigartigen Erlebnis – besonders für Fans von Sci-Fi-Settings. Kleinere technische Schwächen sowie der grindlastige Fortschritt trüben den Gesamteindruck etwas, doch wer sich darauf einlässt, wird mit nervenaufreibender Action und strategischer Tiefe belohnt.
Erhältlich für: Xbox, PS, PC
Webseite: en.bandainamcoent.eu/synduality/synduality