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TCG Card Shop Simulator

Ein Laden voller Booster und schlechter Finanzentscheidungen.

Es gibt Spiele, bei denen ihr die Welt retten müsst. Und dann gibt es TCG Card Shop Simulator, bei dem ihr euch um Regale, Lieferungen und den richtigen Preis für ein Boosterpack kümmert. Klingt unspektakulär? Ist es auch. Zumindest für die ersten fünf Minuten.

Danach steht ihr plötzlich nachts im Laden, bestellt neue Ware, räumt Kartons aus und überlegt, ob ihr dieses eine Boosterpack wirklich verkaufen wollt. Vielleicht steckt schließlich eine seltene Karte darin.

Vom leeren Laden zum Kartenimperium

Ihr startet mit einem kleinen Geschäft, einer Kasse und gerade genug Platz für ein erstes Regal. Danach bestellt ihr Booster, Kartenhüllen und weiteres Zubehör, nehmt Lieferungen entgegen, packt die Waren aus und legt selbst die Preise fest.

Das klingt nach Arbeit. Es fühlt sich aber erstaunlich befriedigend an. Ihr seht, wie Geld hereinkommt, kauft neue Lizenzen und schaltet nach und nach weitere Produkte frei. Aus dem kleinen Laden wird langsam ein größeres Geschäft mit Figuren, Würfeln, Spielmatten und weiteren Fanartikeln.

Später stellt ihr Personal ein. Dann müsst ihr nicht mehr jede Lieferung selbst einräumen oder jede Kasse bedienen. Eure Aufgabe verschiebt sich langsam vom Kleinkram zur eigentlichen Geschäftsführung.

Der gefährliche Booster-Moment

Die größte Versuchung liegt natürlich in den Kartenpacks. Ihr könnt sie verkaufen oder selbst öffnen. Öffnet ihr ein Pack, dürft ihr auf eine wertvolle Karte hoffen und diese einzeln verkaufen. Oder ihr habt gerade Geld für fünf hübsche Stücke Pappe ausgegeben, die niemand haben möchte.

Genau diese Mischung aus Sammeltrieb und Geschäftsdenken macht den Titel so motivierend. Die Karte ist Ware, aber gleichzeitig auch eine kleine Lotterie. Das Spiel weiß sehr genau, wie verlockend „nur noch ein Pack“ sein kann.

Dazu könnt ihr Karten sortieren, graden lassen und eure Sammlung ausstellen. Wer gerne öffnet, sammelt und den Wert seiner Fundstücke vergleicht, bekommt hier einen überraschend starken Sog.

Tetramon und Ladenleben

Mit der vollständigen Version kommt das spielbare Kartenspiel Tetramon hinzu. Ihr könnt eigene Decks bauen und gegen Kunden antreten. Das bringt eine schöne zusätzliche Ebene in den Simulator, weil ihr eure Ware nicht nur verkauft, sondern auch selbst ausprobiert.

Leider wird das Kartenspiel nur unzureichend erklärt. Wer keine Erfahrung mit Sammelkartenspielen hat, muss sich vieles selbst erschließen. Das ist schade, denn Tetramon könnte für viele Spieler ein wichtiger Teil der Langzeitmotivation sein.

Auch Turniere könnt ihr veranstalten. Die Kundschaft bringt dadurch zusätzliches Geld und mehr Leben in den Laden. Trotzdem bleibt der Simulator in erster Linie ein Management-Spiel. Die eigentliche Kartenschlacht ist eine nette Ergänzung, nicht das Hauptgericht.

Wo die Motivation nachlässt

Die ersten Stunden funktionieren hervorragend. Ihr schaltet neue Produkte frei, erweitert den Laden und optimiert eure Einnahmen. Später kann sich das Ganze aber wiederholen. Einige Systeme fühlen sich grindlastig an, und die Fortschritte werden langsamer.

Auch die Optik bleibt schlicht. Die Kunden sehen eher zweckmäßig aus, manche Animationen wiederholen sich und der Soundtrack kann auf Dauer etwas eintönig werden.

Fazit

TCG Card Shop Simulator ist ein wunderbar spezielles Nischenspiel. Ihr bestellt Waren, räumt Regale ein, verkauft Booster und baut euch langsam einen eigenen Kartenladen auf. Das klingt nach Arbeit, entwickelt aber schnell einen erstaunlichen Suchtfaktor.

Die Management-Systeme sind nicht besonders tief, und Tetramon hätte besser erklärt werden müssen. Dafür funktioniert die Mischung aus Geschäftsausbau, Kartensammlung und Booster-Spannung hervorragend. Wer sich für TCGs, Sammelkarten oder gemütliche Simulatoren interessiert, sollte diesem Laden unbedingt einen Besuch abstatten.

Erhältlich für: Xbox, PS, PC, Switch 
Webseite: store.steampowered.com/app/3070070/TCG_Card_Shop_Simulator