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Teppo and the Secret Ancient City

Hüpfen, Monster und Geheimnisse – klassischer geht's kaum.

Wahrscheinlich sind die Entwickler:innen der 7 Raven Studios Fans von Indiana Jones. Denn die Parallelen zu Teppo and the Secret Ancient City lassen sich kaum leugnen. Nur hat Teppo einen Bumerang und keine Peitsche. Den Drang nach alten Schätzen und den Abenteuer-Hut teilen sich die beiden. Zeitlich könnten sie ebenfalls aus dem gleichen Jahr stammen. Schauen wir uns das Spielchen mal genauer an.

Welcome to the Jungle

In Teppo and the Secret Ancient City wird nicht sonderlich lange geredet bzw anfangs schon etwas. Aber selbst wenn ihr die trockene Intro-Sequenz übersprungen habt, wisst ihr, was Sache ist. Das Spiel ist nämlich ein sehr klassischer 2D-Sidescroller, den es so bereits in den 1980er-Jahren hätte geben können. Der Aufbau der Levels erinnerte mich stark an Titel wie Commander Keen, falls ihr das noch kennt. Anstatt eines futuristischen Settings gibt es hier Maya-Stätten mit Dschungel-Vibes.

In den einzelnen Missionen geht es immer um das gleiche: Ihr müsst eine gewisse Anzahl an Juwelen sammeln, um ein geheimes Portal zu öffnen. Dabei sind die Levels arg verschachtelt und teils unübersichtlich. Um an manchen Stellen weiterzukommen, müsst ihr weit entfernte Schalter betätigen. Zwischendurch gilt es Fallen und Monstern auszuweichen. Nein, Teppo and the Secret Ancient City erfindet das Genre nicht neu.

Schlagkräftig – so halbwegs

Um sich besser gegen die Monster wehren zu können, bekommt ihr hier und da eine Waffe an die Hand. Dabei hat Teppo drei zur Auswahl: Einen Bumerang, eine Bombe und eine Pistole. Mit allen dreien wird das Abenteuer etwas leichter zu bewältigen. Allerdings gibt es eine Mechanik, die mich etwas genervt hat: Wenn ihr ein Monster beseitigt habt, indem ihr ihm auf den Kopf gehüpft seid oder mit dem Bumerang getroffen habt, ist der Erfolg nur von kurzer Dauer. Nach gefühlt fünf Sekunden erscheint das Monster wieder. Besonders bei längeren Laufwegen ermüdet dieses Prinzip sehr schnell.

Grafisch befindet ihr euch in den 1990er-Jahren: In schickem 16-Bit-Stil hüpft und stirbt Teppo etliche Male bei seinem Abenteuer. Etwas fies bei der Sache: Einige der hübschen Effekte wie Wasserfälle oder Nebel verdecken gekonnt die Gegner und Fallen, die ihr meist zu spät sehen werdet. Aber dafür habt ihr ja fünf Herzen und somit etwas Puffer, bevor ihr endgültig sterbt.

Alles schon gesehen

Solltet ihr dennoch mal den virtuellen Tod finden, landet ihr wieder am letzten Speicherpunkt. Von denen gibt es zum Glück einige. Dennoch hatte ich bereits nach einer Stunde das Gefühl, dass hier nichts Neues hinzukommt. Vielleicht habe ich Spiele aus dem Genre einfach zu oft gespielt. Daher komme ich zum Abschluss.

Fazit

Teppo and the Secret Ancient City ist ein unauffälliger Vertreter seines Genres. Für Fans von 2D-Hüpfspielen könnte dieser Titel ein kleiner Snack für zwischendurch sein. Aber Teppo bringt leider nichts mit, was ihn in irgendeiner Art einzigartig machen würde. Er spielt sich sehr klassisch – für meinen Geschmack schon zu klassisch. Der Jagd nach Juwelen und Geheimnissen geht schnell die Luft aus. Dabei könnte man das mit ein paar kleinen Anpassungen schnell ändern. Ob ich mich lange an Teppo erinnern werde, wage ich zu bezweifeln.

Erhältlich für: Xbox, PS, PC, Switch
Website: 7ravenstudios.com/game/teppo-and-the-secret-ancient-city