Für einen ausführlichen Test bräuchte „Tetsumo Party“ eigentlich nur drei oder vier Zeilen. Denn das Spielprinzip ist schnell erklärt und sonderlich lange werdet ihr euch auch nicht damit aufhalten. Dennoch könnt ihr das Spiel immer wieder aus der Schublade kramen, wenn ihr mal Freunde zu Besuch habt.
Die Japaner und ihre Ideen
Das Spielprinzip ist simpel: Stellt euch eine japanische Spielshow vor, bei der ihr auf einer schmalen Bahn steht. Vor euch schiebt sich eine Wand auf euch zu, hinter euch befindet sich ein Becken mit Wasser gefüllt. Der einzige Ausweg ist ein Loch in der Wand, durch das ihr euch quetschen müsst, wenn ihr nicht ins Wasser fallen wollt. Ich glaube, dass ihr das Prinzip versteht.
Dies ist genau die Ausgangslage für „Tetsumo Party“. Im Grund braucht ihr nur die Schultertasten des Controllers, um das Spiel zu bedienen. Nachdem ihr einen Charakter gewählt habt – anfangs entweder einen Sumo-Sportler oder einen Ninja – geht es ab auf die Bahn. Vor euch fahren Wände auf euch zu, durch die ihr euch zwängen müsst bzw. eine bestimmte Körperhaltung annehmen sollt.
Jede Schultertaste bedient dabei eine Extremität – Arme und Beine. Ein Tastendruck auf den entsprechenden Knopf ändert die Position eines Körperteils um vier bis fünf vorgegebene Positionen. Da ist Koordination gefragt, um schnell durch die ausgeschnittenen Löcher in den Wänden zu schlüpfen. Stimmt die Position nicht mit dem Ausschnitt überein, war es das auch schon.
So einfach ist die Sache. Für etwas Abwechslung sorgt ein Butler, der euch während der Runde immer wieder Items anbringt, die ihr dann mit den Armen abgreifen könnt. Dadurch erhaltet ihr entweder Kohle für neue Charaktere, stärkenden Grüntee oder zeitverlangsamende Uhren. Alles ganz nützlich, aber nicht sonderlich der Rede wert.
Gemeinsame Zappel-Philippe
Ein Highlight ist jedoch der lokale Koop-Modus: Zwei bis acht Spieler können dabei gegeneinander antreten – verteilt auf zwei Parteien. Wie das gehen soll? Ganz einfach: Seid ihr beispielsweise zu viert, dann übernimmt jeder nur das Körperteil, das in seiner Farbe angezeigt wird – was übrigens ständig ändert.
Ein Riesenspaß, der euch die Tränen in die Augen treiben wird. Auf so etwas können wirklich nur Japaner kommen. Grafisch erinnert „Tetsumo Party“ an ein Flash-Spiel aus dem Browser und ist nicht sonderlich detailreich. Aber für die Art Spielspaß, den ihr damit habt, geht das völlig in Ordnung.
Fazit
Verrückt, kurzweilig und ein kleiner Partykracher: „Tetsumo Party“ von Monster Couch wird wohl nicht in die Videospielgeschichte eingehen als innovativstes Spielchen, aber dennoch weiß das abgefahrene Werk zu überzeugen, wenn ihr mit Freunden ein einfaches, aber dennoch forderndes Game zocken wollt. Sehr amüsant.
Erhältlich für: PS4, Xbox One, PC, Switch
Website: tetsumo.monstercouch.com