That Time I Got Reincarnated as a Slime: Isekai Chronicles bringt die beliebte Anime- und Manga-Serie in die Welt der Videospiele. Die Geschichte dreht sich um Satoru Mikami, einen gewöhnlichen Angestellten, der nach seinem Tod in einer Fantasy-Welt als Schleim-Monster wiedergeboren wird. Diese ungewöhnliche Prämisse hat dem Franchise eine große Fangemeinde eingebracht, und das Spiel versucht, den Charme und die Abenteuerlust des Originals einzufangen. Ob das gelingt?
Ganz die Vorlage
Das Spiel besticht durch seine farbenfrohe und detaillierte Grafik, die den Stil des Anime gut einfängt. Die Charaktermodelle sind liebevoll gestaltet und die Umgebungen abwechslungsreich, was Fans der Serie sicherlich zu schätzen wissen. Die Animationen sind flüssig und tragen zur lebendigen Atmosphäre bei, die man aus der Vorlage kennt.
Der Soundtrack, der bekannte Melodien aus dem Anime aufgreift, verstärkt das Gefühl, Teil dieser fantastischen Welt zu sein. Die Story des Spiels folgt eng der Handlung des Anime und Manga, was Fans der Serie freuen wird. Die Dialoge sind gut geschrieben und fangen den Humor und die Dynamik der Vorlage ein. Die Interaktionen zwischen den Charakteren sind ein zentraler Bestandteil des Spiels und tragen zur Tiefe der Erzählung bei. Spieler wie ich bleiben dabei etwas außen vor, da viele Erklärungen schlichtweg fehlen. Aber das nehme ich jetzt nicht persönlich. Im Grunde ist es ja schön, wenn man so einen Fanservice bietet.
Auch ohne Vorkenntnisse ganz lustig
Isekai Chronicles bietet ein Rollenspiel-Erlebnis, das sowohl für Fans des Anime als auch für Neulinge zugänglich ist. Ihr übernehmt die Kontrolle über Rimuru, den wiedergeborenen Schleim, und erkundet eine offene Welt voller Quests und Herausforderungen. Das Kampfsystem ist rundenbasiert und bietet eine Vielzahl von Fähigkeiten, die ihr im Laufe des Spiels freischalten könnt. Diese Fähigkeiten sind direkt aus der Serie übernommen und geben euch das Gefühl, die Macht von Rimuru zu entfesseln.
Ein besonderes Highlight ist die Möglichkeit, Monster zu rekrutieren und eure eigene Armee aufzubauen. Diese Mechanik fügt dem Spiel eine strategische Komponente hinzu und erfordert taktisches Denken, um die besten Kombinationen für den Kampf zu finden. All das ist nichts Neues, aber ich hatte schon länger kein Spiel aus dem Genre gespielt - also kam mir das gerade sehr gelegen und ich war offen dafür. Ich kann aber auch verstehen, dass Viel-Zocker hier nur dasselbe in Grün finden. Eure Entscheidung.
Die Schattenseiten des Schleims
Trotz der vielen Stärken hat Isekai Chronicles auch seine Schwächen. Einige Quests wirken repetitiv und die offene Welt kann sich manchmal sehr leer anfühlen. Die KI der Gegner ist nicht immer herausfordernd, was die Kämpfe gelegentlich monoton erscheinen lässt. Zudem gibt es technische Probleme, wie lange Ladezeiten und gelegentliche Framerate-Einbrüche, die das Spielerlebnis trüben können. Das bin ich aus der heutigen Zeit kaum noch gewohnt.
Fazit
That Time I Got Reincarnated as a Slime: Isekai Chronicles ist ein unterhaltsames Rollenspiel, das den Charme und die Abenteuerlust des Anime gut einfängt. Die Kombination aus einer irrwitzigen Geschichte, strategischen Kämpfen und der Möglichkeit, eine eigene Monsterarmee aufzubauen, macht es zu einem Muss für Fans der Serie. Trotz einiger Schwächen in der Questgestaltung und technischen Mängeln bietet das Spiel ein lohnendes Erlebnis für alle, die in die Welt von Rimuru eintauchen möchten. Als Nicht-Kenner des Anime sollte man sich allerdings überlegen, ob das hier was für einen ist. Denn rein spielerisch gibt es da draußen viele andere Genre-Vertreter, die besser sind.
Erhältlich für: Switch, Xbox, PC, PS