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The Company Man

Spaß mit Pferdefuß: Entkomme der Arbeitshölle in diesem Jump&Run.

Bevor ich überhaupt zum eigentlichen Spiel komme, muss ich was loswerden: Liebe Entwickler:innen von Forust Studio, nehmt euch das nächste Mal ein bisschen mehr Zeit, um euren Code runterzudampfen auf eine ordentliche Größe. The Company Man ist ein munteres, buntes 2D-Jump&Run, das eine bessere Version von damaligen SNES-Titeln darstellt.

Es sieht sehr gut aus, hat hübsche Animationen und geschmeidiges Gameplay. Aber all das entschuldigt nicht, dass das Spiel satte 22 GB (!) auf meiner Festplatte frisst. Das ist halb so viel wie Elden Ring oder Saints Row. Ich war etwas ungläubig, als ich das Spiel aus dem Xbox Store heruntergeladen habe. Aber kommen wir zum eigentlichen Geschehen – denn The Company Man ist gute Unterhaltung für jeden, der das Genre mag. Los geht's!

Willkommen in der Arbeitshölle

Wer kennt das nicht: Gleich der erste Tag auf der Arbeit und schon rauscht man mit seinem unfairen Chef aneinander. Die Folge: Eine Degradierung in eine andere Abteilung. Nun ja, ganz so schlimm sollte der erste Arbeitstag eigentlich nicht laufen, aber bei The Company Man trifft unseren Hauptakteur genau dieses Schicksal. Doch der Hemdträger gibt nicht auf: Er schnappt sich eine Tastatur und sinnt auf Rache. Er will CEO des verdammten Büros werden. Was genau dort gearbeitet wird, kann ich euch nicht sagen. Jedenfalls herrscht hier aber eine ganz normale Arbeitshölle, wie man sie aus Stromberg und Co kennt.

The Company Man nimmt dieses ungewöhnliche Setting als Ausgangspunkt für sein forderndes Jump&Run. In Seitenansicht muss sich unser Held durch unzählige Abteilungen kämpfen. Bewaffnet er anfangs mit der Tastatur. Später kommen weitere Waffen und Moves hinzu. Dabei verfügt unser Held zu Beginn nur über wenige Herzen als Lebenspunkte. Und wie lädt man diese Lebenspunkte wieder auf? Richtig, indem man Kaffee trinkt. In The Company Man steckt jede Menge Büro-Humor.

Feiner Konkurrenzkampf

Das merkt man auch am Gegnerdesign: Feuerspuckende Sekretärinnen, herumrasende Archivare oder sadistische Abteilungsleiter versperren euch immer wieder den Weg. Mit Geschick und ordentlich Wucht eurer Tastatur räumt ihr diese Gefahren aus dem Weg. Von Stockwerk zu Stockwerk kämpft ihr euch ganz nach oben in die Chef-Etage.

Dabei begegnen euch auch immer wieder dickere Herausforderungen in Form von Boss-Kämpfen. Diese sind ganz schön knackig, wenn ihr nicht richtig aufpasst. Hier heißt es: Geduld und Beobachtung. Wer die Bewegungen seiner Gegner kennt, weiß, wie man sie vernichten kann. Und das macht richtig Spaß, wenn man sich an die schnelle, aber präzise Steuerung gewöhnt hat.

Grafisch taucht The Company Man in ein Comic-Universum ein, das sehr hübsche, wenn auch dystopische Szenen auf den Bildschirm zaubert. Gepaart mit lustigen Ideen, kommt hier immer gute Stimmung auf und sorgt für einige Schmunzler.

Für Abwechslung sorgen neben den ständig neuen Herausforderungen neue Bewegungsfähigkeiten und Waffen. Wenn ihr euren Chef mit E-Mails beschießt, während ihr vor seinen Kündigungsschriften flüchtet, hat das schon seinen Charme. Auch die Zwischenszenen im Fahrstuhl sind amüsant geraten und dienen gleichzeitig als kurzer Ladebildschirm zwischen den einzelnen Levels.

Fazit

The Company Man ist ein gelungenes Indie-Jump&Run in einem ungewöhnlichen Setting. Die lustigen Ideen gepaart mit einem fordernden Gameplay halten Fans des Genres auf Trab. Unterhaltung bietet The Company Man auf ganzer Linie. Nur einen Pferdefuß habe ich in dieser Arbeitshölle entdeckt: Die Download-Größe von über 20 GB ist ein Witz und etwas unverschämt. Wer sich davon nicht abhalten lässt, erlebt hier einen amüsanten und herausfordernden Plattformer, der sich selbst nicht allzu ernst nimmt. Darauf erst einmal einen Kaffee.

Erhältlich für: Xbox, PS, PC, Switch
Website: foruststudio.com