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The Entropy Centre

Knobelfans aufgepasst: Es gibt wieder frischen Nachschub für eure grauen Zellen – hübsch verpackt im Sci-Fi-Gewand.

Entwickler Stubby Games und Publisher Playstack haben sich auf ein Spiel mit der Zeit eingelas-sen: In The Entropy Centre dreht sich tatsächlich alles um zeitliche Abläufe – und deren geschickte Manipulation. Hört sich vertraut an? Auf eine gewisse Art ist es das auch. Willkommen in einem Rätselabenteuer, das eure grauen Zellen zum Glühen bringen wird.

Der Morgen danach ...

Was ist da nur schiefgegangen? Das denkt sich zumindest die Hauptakteurin von The Entropy Centre als sie in ihrem kleinen Zimmerchen aufwacht. Etwas desorientiert stellt sie fest, dass hier was nicht stimmt. The Entropy Centre siedelt seine Geschichte in einem Sci-Fi-Setting in der fernen Zukunft an. Mehr Einleitung gibt es nicht. Das Weg ist das Ziel. Und auf diesem Weg wird sich bald zeigen, was hier eigentlich los ist.

Ohne zu viel zu verraten: Wir wachen als Rätsel-Löserin in unserem Zimmer auf und müssen herausfinden, wo all die anderen Menschen sind. Denn auf der gigantischen Raumstation – oder wo immer wir uns befinden – ist kein einziger Humanoide anzutreffen. Lediglich saust hier und da ein Roboter durch die Gegend und unterhält sich mit uns. Anstatt lebhaft gefüllter Büroräume und Arbeitsplätze, erwartet uns eine Leere, die langsam von der Natur zurückerobert wurde. Anscheinend war unsere Heldin eine ganze Weile weggeschlummert.

Das Spiel mit der Zeit

Nach ein paar Schritten durch diese merkwürdig leere Welt kommen wir zu einem Versuchslabor. Ab dann nimmt The Entropy Centre Fahrt auf. Denn dort finden wir ein besonderes Objekt: Eine Kanone, die die Zeit manipulieren kann. Und spätestens ab hier erinnert mich The Entropy Centre an Genre-Vertreter wie Portal oder Q.U.B.E. – was ein dickes Kompliment ist. Fortan schickt uns ein Computer, der über die Waffe mit uns spricht, von einem Rätselraum zum nächsten. Kommt mir irgendwie bekannt vor.

Das Art-Design ist schon stark an Portal und Q.U.B.E. ausgerichtet. Aus der Ego-Perspektive müssen wir Rätsel lösen, die uns nach und nach immer mehr fordern werden. In den ersten Räumen begegnen uns Metall-Würfel – ja, die Parallelen sind eindeutig. Diese müssen wir eigentlich nur auf Schaltflächen legen, um eine Tür zu öffnen.

Doch der Schwierigkeitsgrad zieht langsam an: Schon bald haben wir es mit einem Würfel und zwei Schaltflächen zu tun. Die Lösung: Den Würfel mit der Waffe anheben und zuerst auf den einen, dann auf den anderen Schalter legen. Sobald wir nun den Zeitstrahl aktivieren, kehrt sich Aktion um und der Würfel schwebt in der Zeit zurück auf die zuletzt aktivierte Position. Hört sich komplizierter an als es eigentlich ist. Doch genau mit dieser Mechanik begeistert The Entropy Centre dann für die kommenden Stunden.

Fordert eure grauen Zellen!

Natürlich beschränkt sich The Entropy Centre nicht nur auf Würfel. Die Zeit-Zurückspul-Funktion kommt an vielerlei Stellen zum Einsatz. So gibt es auch mal Action-Passagen, in denen wir herab-fallende Trümmer zurückspulen müssen, bevor sie uns zerquetschen. Außerdem reparieren wir Brücken, Wände, Lifte oder andere Objekte, um weiterzukommen. Dabei muss man spätestens ab Kapitel 3 von 12 ganz schön um die Ecke denken, um auf die Lösung zu kommen.

So begegnen uns im späteren Verlauf feindliche Roboter, tödliche Fallen und merkwürdige Barrieren, die Objekte verwandeln. The Entropy Centre hält einige frische Ideen bereit, um euch immer wieder erneut vor Herausforderungen zu stellen. Zudem erfahrt ihr Stück für Stück, was hier passiert sein könnte – keine Sorge, ich sage euch nichts. Mein Tipp dazu: Sucht und findet ein paar Computer, in denen ihr E-Mails lesen könnt. Diese vermitteln auf ihre Weise ein umfassenderes Bild von den Geschehnissen.

Fazit

Sollten euch Spiele wie Portal oder Q.U.B.E. bereits gefallen haben, dann ist The Entropy Centre ein Pflichttitel für euch. Von der Story bis hin zum motivierenden Rätsel-Design passt hier alles perfekt zusammen. Es wird keine leichte, aber dafür spannende Reise, auf die ihr euch und euer Gehirn begebt. Und das Erfolgserlebnis nach gelösten Kopfnüssen ist unbeschreiblich – so soll das in diesem Genre auch sein. Stubby Games und Publisher Playstack haben hier ein sehr heißes Eisen im Feuer.

Erhältlich für: PC, Xbox, PS
Website: theentropycentre.com