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The Witcher 3: Wild Hunt

Die Monsterjagd ist wieder eröffnet: Meisterhexer Gerald von Riva stürzt sich erneut in sein drittes Abenteuer – diesmal noch hübscher als je zuvor.

Dass der graue Wolf noch längst nicht zum alten Eisen gehört, dürfte Zocker nach den ersten Spielminuten klar sein: Hier kündigt sich etwas ganz Großes an … Atemberaubend, was CD Project noch aus dem technisch in die Jahre gekommenden Spielchen rausgeholt hat. Aber werfen wir einen kleinen Blick zurück.

Ach damals ...

Was im Oktober 2007 seinen Anfang nahm, wurde im dritten Teil vorerst zu Ende geführt – mit einem beachtlichen Erfolg. Welchen Hype dieser Titel bereits im Vorfeld ausgelöst hatte, lässt sich schwer in Worte fassen: Über 200 Auszeichnungen erhielt das Spiel damals auf Messen und wurde von der Presse in höchsten Tönen gelobt. Vergleichbar wäre dies vielleicht nur mit der Vorfreude auf einen neuen Star-Wars-Film. Inzwischen wissen wir, dass ein nächster Teil bereits in der Mache ist. Nun hat sich das Team aber erneut um Teil 3 gekümmert und ein technisches Feintuning versprochen, sowie eine aufpolierte Grafik für die neuen Konsolen.

Kann das fertige Spiel den Erwartungen der Fangemeinde abermals gerecht werden, wenn die Messlatte so hoch hängt? Bereits nach fünf Minuten im Kaiserreich Nilfgaard dürften sämtliche Zweifel wie weggeblasen sein: Dieses Werk ist episch.

Die Geschichte um den Monsterjäger, bei denen die Fantasy-Romane des polnischen Schriftstellers Andrzej Sapkowski als Vorlage dienten, dreht sich um die namensgebende „Wilde Jagd“ – eine mythische Reitertruppe, die Geralds große Liebe entführt hatte. Wird der graue Wolf seine Yennifer jemals wiedersehen?

Die Antwort darauf bekommen Abenteurer nach frühstens 50 Stunden Spielzeit – ja, dieses Rollenspiel wird euch mächtig auf Trab halten. Wer jedoch alle Nebenaufgaben efüllen möchte, kann sogar noch einmal die genannte Spielzeit drauf packen. In punkto langanhaltender Spielspaß ist der Titel also jeden Cent wert. Doch das ist längst nicht alles ...

Grafik, die begeistert

Wie liebevoll die Entwickler mit ihrem Werk umgegangen sind, zeigt sich an jeder Ecke der immens umfangreichen Spielwelt: Von saftig grünen Wiesen, durch dicht besiedelte Dörfer bis hin zu malerischen Bergspitzen gibt es reichlich Augenzucker für die Gamer. Fast könnte man sich einfach der Schönheit der Umgebung hingeben, wären da nicht immer diese fiesen Monster, die ebenfalls beeindruckend in Szene gesetzt wurden.

Zum Glück ist Gerald übermenschlich stark und hat zudem einige magische Tricks auf Lager, die die Kämpfe vereinfachen. Dennoch sollte man sich genau überlegen, mit wem man sich anlegt. Zusätzlich wollen wieder zahlreiche Entscheidungen getroffen werden, die den Spielverlauf ordentlich beeinflussen – allerdings nicht immer direkt ersichtlich. Dadurch ensteht ein enormer Wiederspielwert.

Im Gegensatz zum ursprünglichen Titel hat sich inhaltlich wenig geändert. Ihr könnt nun auch Kostüme aus der gleichnamigen Netflix Serie mit anlegen. Aber die Story bleibt die gleiche wie zuvor. Würde mir das Spiel jedoch ohne Vorwissen unter die Augen kommen, würde ich es für ein gerade erschienenes Rollenspiel mit Top-Grafik halten. Sehr gut gemacht, CD Project Red!

Fazit

Machen wir es kurz: „The Witcher 3“ erfüllt jegliche Voraussetzungen, um als Spiel des Jahres 2015 erneut die Fangemeinde zu begeistern. Vom genialen Gameplay, über tiefgreifende Entscheidungen und einer packenden Story bis hin zu einer atemberaubenden Grafik lässt der Titel keine Wünsche offen. Absolute Kaufempfehlung!

Erhältlich für: PS, Xbox, Switch, PC
Website: thewitcher.com