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They Are Billions

Habt keine Gnade mit den Zombies – dieses Spiel hat ja auch keine mit euch!

Was?! Habe ich da etwa übersehen, dass die Verteidigung am Ende war? Nein!!! Das kann doch nicht sein. Zum Reagieren ist es nun zu spät: Meine Mauer zerbricht, die Horden an Zombies strömen hinein und zerlegen alles fachgerecht – Game Over. Willkommen in der harten, aber unterhaltsamen Realität von „They are Billions“ – nun auch für Konsolen erhältlich.

Blauäugig den Toten entgegen

Bevor „They are Billions“ auf der Konsole erschienen ist, hatte ich zwar schon viel davon gehört, aber es noch nie live damit zu tun bekommen. Naiv, wie ich manchmal bei Spielen bin, habe ich mich einfach mal in den Survival-Modus gewagt – ohne irgendein Tutorial gespielt zu haben. Wie schwer kann das schon sein?! Auf dem normalen Schwierigkeitsgrad werde ich es sicherlich locker bis ins Endgame schaffen.

Und wie falsch ich dabei lag … Zunächst einmal sah das Spiel wie eine kleine Zeitreise in meine besten Echtzeitstrategie-Tage aus: Aus der Draufsicht darf ich eine Truppe von Soldaten – mit Knarren und sogar Pfeil und Bogen – über eine Karte steuern. Mein Hauptgebäude lasse ich mal kurz außer Acht – wird schon nichts passieren.

Die Steuerung habe ich schnell drauf, auch wenn ich ein bisschen ausprobieren muss. Schnell erforsche ich die Gegend ein wenig und treffe auch gleich schon auf die ersten Widersacher. Die paar Zombies schalte ich geschickt mit Pfeil und Bogen aus – bis mein langsamerer Soldat mit der dicken Wumme es an die Front geschafft hat: Buuuuum!! Da fliegt der Zombie. Was ein Spaß. Doch jetzt habe ich ein Problem …

Lärm ist euer schlimmster Feind!

Den Krach, den die Knarre gemacht hat, haben die anderen Kumpels des Untoten natürlich aus weiter Entfernung gehört und machen sich jetzt auf den Weg zum Ursprung des Geräuschs. Verdammt sind die schnell. Mit Ach und Krach kann ich die wütenden Biester abwehren. Doch ein paar haben bereits meiner Basis einen Besuch abgestattet.

Einen Arbeiter, den ich in der Zwischenzeit ausgebildet habe, hat es bereits gekostet. Eine Abwehr oder ein anderes Gebäude kann ich nicht mehr bauen, da mir die Ressourcen fehlen. Als dann noch mehr Zombies auftauchen, hilft nur ein Neustart. Das kleine Beispiel soll euch nur verdeutlichen, wie stramm „They are Billions“ ist.

Das Permadeath-System macht die Sache nicht einfacher: Sobald ihr sterbt, war es das – kein Nachladen eines alten Spielstandes oder Checkpoints. Es gibt nur den kompletten Neubeginn, für speichern hat „They are Billions“ nicht viel übrig – lediglich wenn ihr eine Partie verlasst und später weiterspielen wollt, könnt ihr einen Speicherstand anlegen.

Es kostet mich einige Anläufe, bis ich die Mischung aus Echtzeitstrategiespiel, Tower-Defense- und Wirtschaftssimulation einigermaßen drauf habe. Ein kleiner Tipp: Zu Beginn ist die „Patrouillier“-Funktion euer bester Freund! So könnt ihr euch ziemlich beruhigt dem Ausbau der Basis widmen.

Euer nächster Freund wird – besonders bei den späteren Angriffswellen – die Pause-Funktion sein. Das Geschehen ist dann eingefroren, aber Befehle könnt ihr dennoch verteilen. Ohne dieses Feature wäre „They are Billions“ doch sehr, sehr brutal zu meistern.

Darwin wäre stolz auf mich

Was mir gut gefallen hat, ist die stetige Evolution euerer Truppen – auch wenn es nicht sonderlich viele gibt. Aus Pfeil und Bogen wird bald ein Maschinengewehr und später dann wütend ballernde Gatling-Geschosse. Auch die Verteidigung euerer Basis verbessert sich stetig – sofern ihr vorausschauend in den Ausbau neuer Technologien investiert.

Öde Holzpfähle weichen ersten Lehmmauern und später dicken Betonklötzen. Und das ist auch bitter nötig. Denn in bestimmten Abständen schickt euch „They are Billions“ dem Titel gemäß eine riesige Horde an Zombies auf den Hals. Sobald ihr den Signalton hört, solltet ihr euch auf was gefasst machen. Selbst nach der x-ten Partie bin ich dabei immer noch angespannt und hoffe, dass meine Verteidigung hält.

Ein tolles Gefühl, wenn ihr alles halbwegs überstanden habt. Neben dem Survival-Modus bietet „They are Billions“ zwar noch kleine Abwandlungen des Spielkonzepts, doch diese sind kaum der Rede wert. Das Herz schlägt eindeutig im Survival-Modus, der fast einzigartig auf dem Markt ist. Auch wenn ihr euch ganz schön reinfuchsen müsst.

Fazit

„They are Billions“ vergibt fast keine Fehler. Bereits von Anfang an solltet ihr einen Plan haben, was ihr bauen und wie ihr euch verteidigen wollt. Nur wer seine Truppen im Auge hat, gleichzeitig aber auch sachte expandiert, hat eine reelle Chance gegen die Zombies.

Es ist schon eine ziemliche Herausforderung auf dem normalen Schwierigkeitsgrad. Daher empfehle ich jedem Neuling, dass er unbedingt auf dem niedrigsten starten sollte. Alles andere kann schnell zu Frust führen – und das wäre bei dem interessanten Spielkonzept doch wirklich schade.

Erhältlich für: PS4, Xbox One, PC
Website: numantiangames.com/theyarebillions