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Tribes of Midgard

Wikinger zu den Waffen: In diesem actionreichen Genre-Mix erwartet euch ein heißer Ritt.

Gearbox Publishing hat mich hier nordisch kalt erwischt: Zu Tribes of Midgard erschien nun das kostenlose Hexensaga-Update. Dadurch wurde ich erst auf das Hauptspiel aufmerksam. Und das hält eine richtig spannende Mischung verschiedener Genres bereit. Also tauchen wir mal ab in die nordische Mythologie.

Nordische Randalierer

In Tribes of Midgard dreht sich alles um den Weltenbaum Yggdrasil. Dieser bewahrt das Leben auf der Erde. Doch dunkle Mächte wollen ihn zerstören und damit Ragnarök herbeirufen, was das Ende der Welt bedeuten würde. Als heldenhafter Wikinger oder Wikingerin wollen wir das natürlich verhindern. Schnell erstellen wir uns unseren Charakter und wählen eine Klasse aus – anfangs stehen nur zwei zur Wahl, um uns einen sanften Einstieg zu ermöglichen. Später kommen noch sechs weitere hinzu. Ich entscheide mich für den saisonalen Saga-Modus, weil mir das Endlos-Abenteuer zu herausfordernd klingt. Auf geht's.

Die ersten Schritte in Tribes of Midgard sind ungewohnt. Hier und da tauchen Götterwesen auf, die mir die Spielmechaniken näherbringen. Ich bin leicht überfordert, gewöhne mich dann aber langsam an das System. Daher stelle ich es euch mal vereinfacht vor. Tribes of Midgard ist eine Mischung aus Survival, Tower Defence und Action-RPG. Die Spielmechaniken gehen fließend ineinander über. Zu Beginn seid ihr aber nur mit dem Erkunden, Bauen und Überleben beschäftigt.

Aller Anfang ist schwer

Aus der isometrischen Perspektive steuert ihr euren Avatar über die Karte und sucht Steine, Holz und Nahrung. Daraus wollt ihr möglichst bald eine Schmiede und ein Lager errichten. Denn so nackt wie zu Beginn könnt ihr den Weltenbaum schlecht beschützen. Auf der Zufallsgenerierten Karte erwarten euch einige Gegner und Lager, die ihr plündern könnt – sofern ihr kräftig genug seid. Aber am Anfang nehmt besser die Beine in die Hand und lauft weg. Jede Aktion bringt euch Seelen ein, die ihr zur Verbesserung eurer Basis verwenden könnt. Nach und nach stärkt ihr euch, bekommt frische Ausrüstung und errichtet ein Lager. Aber warum das Ganze?

Nun, Tribes of Midgard ist in drei Tageszeiten unterteilt. Bei Tag erkundet und verbessert ihr, in der Dämmerung bereitet ihr euch vor und bei Nacht geht die Post ab. Denn dann strömen die dunklen Mächte auf euren Weltenbaum zu und wollen ihn zerstören. Das gilt es mit allen Mitteln zu verhindern. Fällt der Baum, heißt es Game Over.

Nacht für Nacht werden die Wellen stärker, was euch immer mehr abverlangt. Und jede vierte Nacht scheint der Blutmond, der besonders mächtige Monster hervorbringt. Und dann wären da noch die Riesen, die euch hin und wieder "besuchen". Diese Giganten könnt ihr alleine kaum besiegen, wie ich leidvoll erfahren musste. Auch wenn Tribes of Midgard zwar alleine zu spielen ist, empfehle ich euch definitiv Unterstützung von Freund:innen. 1 bis 10 Spieler:innen können hier gemeinsam kämpfen.

Stramme Erfahrung

Der Schwierigkeitsgrad steigt richtig stramm an. Meine ersten Gehversuche scheiterten meist kläglich. Aber keine Sorge: Jeder Ausflug in die Welt von Tribes of Midgard macht euch stärker. So schaltet ihr im Verlauf der Geschichte weitere Charaktere frei, die ihr dann auswählen dürft. Außerdem bekommt ihr permanente Perks, die euch ebenfalls stärken. Aber seid gewarnt: Das Spiel verlangt euch einiges ab. Ich war aber nach dem ersten erfolgreichen Absolvieren des Saga-Modus heilfroh, dass ich überlebt hatte – mit der Hilfe von zwei Kumpels.

Als kleine Herausforderung zwischendurch starte ich Tribes of Midgard immer wieder gerne. Denn sowohl inhaltlich als auch grafisch sagt mir das Abenteuer zu. Der bunte Comic-Look lässt die Weltuntergangsstimmung in einem freundlicheren Licht erstrahlen. Doch auf Dauer kann Tribes of Midgard anstrengend sein, wenn man mal wieder kurz vor seinem Ziel scheitert. Ihr braucht also eine gewisse Frusttoleranz – und am besten die Unterstützung aus eurem Freundeskreis. Dann blüht das Spiel richtig auf.

Fazit

Tribes of Midgard ist ein überraschend unterhaltsamer Mix aus Survival, Aufbau und Koop-Action. Der Angriff der göttlichen Wesen kann aber auch sehr fordernd sein, weshalb ich euch das Abenteuer gemeinsam mit eurem Freundeskreis empfehle. Durch die unterschiedlichen Charakterklassen und kostenlosen Updates wie der Hexensaga hat Gearbox Publishing das Spiel über das letzte Jahr sehr gut weiterentwickelt. Dadurch bekommt ihr mehr Abwechslung bei euren Ausflügen in diese wilde Welt und der Wiederspielwert erhöht sich enorm. Ich jedenfalls freue mich immer wieder, wenn ich Yggdrasil von den Giganten beschützen kann.

Erhältlich für: PC, Xbox, PS, Switch
Website: tribesofmidgard.com