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Trident's Tale

Farbenfrohes Piratenabenteuer für Solo-Kapitäne.

Mit Trident’s Tale liefert das italienische Studio 3DClouds ein Piratenabenteuer, das sich ganz auf Einzelspieler konzentriert und sich dabei als zugängliche Alternative zu den großen Genrevertretern positioniert. Statt Multiplayer- oder Live-Service-Elementen erwartet dich hier eine klassische, in bunte Kampagne, die mit Charme, Abwechslung und einer Prise Magie punktet.

Starke Frau an Bord!

Ihr schlüpft in die Rolle von Ocean, einer jungen Kapitänin, die sich auf die Suche nach dem legendären Storm Trident begibt, um ihren Vater zu retten. Die Geschichte führt euch durch eine lebendige, farbenfrohe Welt voller fantastischer Inseln, exzentrischer Charaktere und magischer Geheimnisse. Die Präsentation setzt dabei auf einen cartoonhaften Stil, der an Spiele wie „Overwatch“ erinnert und sowohl jüngere als auch ältere Spieler anspricht. Bei mir funktioniert es jedenfalls.

Spielerisch setzt Trident’s Tale auf einen Mix aus Erkundung, Rätseln, Rollenspielelementen und actionreichen Kämpfen zu Land und zu Wasser. Besonders gelungen ist das nahtlose Wechseln zwischen Schiffs- und Landabschnitten: Ihr steuert euer Schiff durch dynamische Seeschlachten, könnt es individuell aufrüsten und tretet gegen Piraten, Seeungeheuer und rivalisierende Kapitäne an. An Land erwarten euch Dungeons, Rätsel, Bosskämpfe und jede Menge Schätze, die es zu entdecken gilt. Wie gesagt: Hier herrscht erstaunlich viel Abwechslung.

Coole Mischung gegen Langeweile

Das Kampfsystem bleibt bewusst einfach gehalten: Mit Schwert, Magie und Schusswaffen baut ihr Kombos auf, ladet eure Spezialfähigkeiten auf und könnt so auch größere Gegner bezwingen.

Ein Highlight ist das Crew-System: Im Verlauf der rund 10-15-stündigen Kampagne rekrutiert ihr eine bunte Truppe von Piraten, die alle eigene Fähigkeiten und Persönlichkeiten mitbringen. Diese Crewmitglieder lassen sich aufleveln, mit neuen Skills ausstatten und beeinflussen sowohl Kämpfe als auch das Lösen von Rätseln.

Und hier ist das System noch nicht zu Ende: Wer gerne tüftelt, kann sein Schiff weiter individualisieren, neue Kanonen oder Upgrades freischalten und so seinen eigenen Spielstil entwickeln. Das geht zwar alles nicht sonderlich in die Tiefe, macht aber eine Menge Spaß - und ich glaube, dass es darauf ankommt.

Rundum gelungenes Paket

Technisch läuft das Spiel solide: Die Grafik ist stimmig, die Animationen charmant und die Welt lädt zum Erkunden ein. Die Steuerung bleibt angenehm zugänglich, sowohl auf dem Schiff als auch zu Fuß. Die Rätsel und Kämpfe sind nie zu schwer, was das Spiel besonders für Einsteiger und jüngere Spieler attraktiv macht. Veteranen könnten sich an der geringen Herausforderung und der eher simplen KI stören, doch das Spiel will bewusst niemanden überfordern.

Kritik gibt es für die manchmal etwas zu simplen Mechaniken und die fehlende Tiefe im Vergleich zu komplexeren Genrevertretern wie „Assassin’s Creed IV: Black Flag“. Auch die Story bleibt eher klassisch und überrascht selten, punktet aber durch sympathische Figuren und viel Herz. Aber ganz ehrlich: Hier hatte ich auch nicht mehr erwartet. Für mich passt das wunderbar. Damit geht’s zum Fazit.

Fazit

Trident’s Tale ist ein charmantes Piratenabenteuer, das mit farbenfroher Präsentation, zugänglichem Gameplay und einer sympathischen Heldin punktet. Wer eine entspannte, abwechslungsreiche Solo-Kampagne sucht, die ohne Online-Zwang auskommt und trotzdem viel zu entdecken bietet, ist hier goldrichtig. Für Genre-Neulinge, jüngere Spieler oder alle, die einfach mal wieder als Kapitänin die Segel setzen wollen, ist das Spiel eine klare Empfehlung – ohne Ballast, aber mit jeder Menge Piratenflair.

Erhältlich für: PS, Xbox, PC, Switch
Webseite: store.steampowered.com/app/2541780/Tridents_Tale