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Trifox

Heilige Drei-Fuchsigkeit: In diesem Action-Adventure solltet ihr einen ausgefuchsten Plan haben, um zu gewinnen.

Glowfish Interactive und Big Sugar bringen euch auf den Fuchs: In ihrem actionreichen Abenteuer müsst ihr einem kleinen Rotfuchs bei einer wichtigen Mission unterstützen. Seine Fernbedienung wurde entführt - was ja so gar nicht geht. Dabei präsentiert sich Trifox als Mischung aus Twin-Stick-Shooter und Rollenspiel-Light mit einigen interessanten Möglichkeiten.

Füchslein wechsel dich!

Zu Beginn seid ihr erst einmal als normaler Fuchs mit ordentlich Wut im Bauch unterwegs. Im Tutorial lernt ihr die grundlegende Steuerung, die sehr locker von der Hand geht, wenn ihr schon mal einen Twin-Stick-Shooter gespielt habt. Aus der Top-Down-Perspektive steuert ihr den Fuchs mit dem linken Stick und bestimmt mit dem rechten Stick die Richtung der Projektile, die ihr später verfeuert. Alles kein Hexenwerk und leicht zu lernen.

Aber nach den ersten paar Minuten stellt euch Trifox vor eine schwere Entscheidung: In welche Richtung soll sich euer Fuchs entwickeln? Wollt ihr ein schlagkräftiger Krieger sein? Oder seid ihr lieber als Magier unterwegs? Oder bastelt ihr gerne Geschütztürme, die euch bei der Verteidigung helfen?

Ich entschied mich traditionell für den Magier. Damit erhielt ich auf einen Schlag neue Fähigkeiten: Ab sofort durfte ich leuchtende Projektile verschießen und mich über kurze Strecken teleportieren. Die ersten Gegner waren dadurch kein Problem mehr.

Starke Argumente

Unterwegs sammelt ihr immer wieder Münzen, die später sehr wichtig werden: Denn mit dieser Währung kauft ihr euch neue Fähigkeiten. Dafür landet ihr nach einem Level immer wieder in eurem Hauptquartier. Auf einer Übersichtstafel schaltet ihr dann mächtigere Attacken frei. Je höher die Stufe, desto cooler werden die Angriffe oder Verteidigungsmaßnahmen. Als Magier kann ich Blitzkugeln verschießen, schwarze Löcher zaubern, Schutzschilde aufbauen oder eine Magiepeitsche aus dem Hut zaubern. Die Fähigkeiten dürft ihr zudem frei auf die Schulterntasten des Controllers legen. Dadurch unterstreicht ihr euren eigenen Stil. Aber es kommt noch besser …

Was mir anfangs nicht klar war: Ich darf nicht nur die Fähigkeiten aus dem Magier-Skill-Tree freischalten, sondern auch auf die anderen Talent-Bäume zugreifen. Dadurch entstehen ganz neue Möglichkeiten. Als Hybride gehe ich mit meinem Hammer auf Tuchfühlung, während mich meine Geschütze unterstützen und die magische Barriere Fernschüsse abhalten. Eine richtig spannende Sache. Es gibt viele Kombinationen, die ihr ausprobieren könnt und auch solltet. Denn jede Fähigkeit ändert den Spielfluss teils entscheidend.

Immer was zu tun

Apropos Spielfluss: Rein spielerisch erwartet euch eine Mischung aus Kämpfen und Rätseln. Die Rätsel sind dabei nicht sonderlich fordernd, aber dennoch unterhaltsam. Ihr müsst beispielsweise Schalter aktivieren, um somit neue Räume freizugeben. Dann kommt wieder eine Horde Krebse oder andere Feinde auf euch zu, die ihr elegant mit euren Fähigkeiten wegblasen dürft.

Dazwischen bietet euch Trifox zudem Hüpfpassagen, die ebenfalls knifflig sein können, was aber öfters an der Kameraperspektive liegt. Die Kameraperspektive macht euch übrigens auch einige Kämpfe etwas schwerer, wenn ihr mal wieder nicht wisst, woher auf euch geschossen wird oder dass hinter der Säule ein dickes Reptil steht, in das ihr schnurstracks hineinlauft. Davon ab kann ich mich aber nicht beklagen.

Zum Glück stand mir die Kamera bei den Bosskämpfen eher weniger im Weg. Hier braucht es aber etwas Geschick, weil die dicken Brocken schon einiges vertragen. Neben den riesigen Hauptbossen am Ende einer der drei Welten, warten in anderen Levels immer mal wieder kräftigere Neben-Bosse, die ebenfalls viel einstecken können.

Nach meinem Geschmack könnten die Kämpfe aber einen Tick kürzer ausfallen – gleiches gilt auch für die Level. Manche Gegner fühlen sich nach Kugelschwämmen an, auf die ich ewig lang ballern muss. Mit den späteren, stärkeren Fähigkeiten geht das allerdings wesentlich schneller, was euch den Fortschritt deutlich vor Augen hält. Das wiederum muss ich positiv vermerken.

Grafisch wandelt Trifox auf einem eher nostalgischen Weg. Insbesondere während des Intro kommen die wenigen Polygone, aus denen die Charaktere bestehen, zur Geltung. Es mag Geschmacksache sein, aber mir gefällt dieser Stil - insbesondere weil sich die Entwicklungsteams für eine farbenfrohe Darstellung entschieden haben.

Die Level strotzen vor liebevollen Details. Die Gegner-Varianten sind ebenfalls nett in Szene gesetzt, wiederholen sich aber recht schnell. Übrigens kommt Trifox ohne Dialoge aus. Die komplette Story könnt ihr ohne einen Satz zu lesen verstehen. Daher eignet sich Trifox auch für jüngere Spieler:innen.

Fazit

Was als gewöhnlicher Twin-Stick-Shooter im Fuchskostüm begann, wurde schnell zur äußerst unterhaltsamen Experimentierkiste: Welche Fähigkeiten bastel ich zusammen, damit sie meinem Spielstil entsprechen? Eine spannende Frage, die mich immer wieder motiviert in die Level ließ. Damit sticht Trifox deutlich aus der Masse hervor. Wer auf Action-Adventure, 3D-Jump&Runs oder Twin-Stick-Shooter steht, sollte Trifox definitiv eine Chance geben. Für mich eine schöne Überraschung.

Erhältlich für: PC, Xbox, Switch
Website: trifox-game.com