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Turtle Beach Stealth 500

Hier gibt’s was auf die Ohren: Super Klang zum kleinen Preis.

Mit dem Stealth 500 und dem Stealth 600 will der kalifornische Hersteller Turtle Beach erneut den Markt für günstige, aber qualitativ hochwertige Headsets erobern. Wir bekamen das Stealth 500 von Turtle Beach zur Verfügung gestellt und haben es getestet.

Vielseitig aufgestellt

Bevor ich nun auf technische Details eingehe, muss ich noch ein paar Worte zu Turtle Beach loswerden. Denn inzwischen mischt der Hersteller nicht nur bei den Headsets mit, sondern bringt auch andere fantastische Geräte zum fairen Preis auf den Markt. Darunter sind neben Mäusen und Mikros auch Gaming Controller, die mich in der Vergangenheit überzeugt haben. Aber ich war auch sehr froh, dass ich nun nach sehr langer Zeit wieder einmal ein Headset der Kalifornier testen durfte.

Was gleich auffällt beim Stealth 500 ist die simple, aber anschauliche Verpackung. Mit Pappe und Stoff versucht Turtle Beach so nachhaltig wie möglich zu agieren. Gefällt mir. Habe ich die Kopfhörer dann mal von ihrer Packung befreit, bin ich wieder leicht erstaunt. Denn das kabellose Headset liegt überraschend leicht in der Hand – ich weiß, dass es dort nicht hingehört. Aber es fühlt sich angenehm luftig an.

Anprobe mit Überraschungen

Was ich immer als erstes ausprobiere, ohne das Headset anzuschalten: Wie passt das Ding denn auf meinen Kopf? Im Gegensatz zu anderen Headsets, die ich bisher getestet habe, macht das Stealth 500 eine Sache anders. Anstatt die Größe über ein einrastendes Plastik- oder Metall-Stück anzupassen, funktioniert das hier stufenlos – und zwar über eine elastische Schlaufe.

In der Praxis sieht das also so aus: Headset nehmen, aufsetzen, fertig angepasst. Sollte euer Kopfumfang nicht allzu weit von einer gewissen Norm abweichen, ist das hier äußerst praktisch. Ich muss vorher nicht schauen, ob alles richtig eingestellt ist. Das macht das Stealth 500 damit quasi automatisch. Und das fühlt sich gut an.

Brillen-gerecht?

Eine andere Sache ist mir ebenfalls wichtig: Kann ich das Headset mit Brille gut nutzen? Wenn ich vor dem TV sitze, benötige ich leider mein Nasen-Fahrrad, um alles scharf zu sehen. In der Vergangenheit sind viele Headsets an diesem Punkt gescheitert, weil sie meine Brille zu fest eingeklemmt haben. Beim Turtle Beach Stealth 500 ist das nicht der Fall. Ich kann die Brille bequem aufsetzen, nachdem ich das Headset übergestülpt habe. Sehr praktisch und komfortabel.

Dieser erste "kalte" Test hat mir noch was gezeigt: die Ohrenpolster fühlen sich ziemlich bequem an. Zudem merke ich direkt, wie gut ich von meiner Außenwelt abgeschirmt bin. Die Schallisolierung ist verdammt gut für ein Headset in dieser Preisklasse. Das alles könnt ihr bereits beim ersten Tragen feststellen.

Schickes Plastik

Eine Kleinigkeit muss ich hier noch einschieben, bevor wir uns dem Sound-Erlebnis widmen. Die Verarbeitung gefällt mir auf Anhieb. Auch wenn wir hier viel Plastik haben, wirkt das Stealth 500 ziemlich edel und schlicht im Design. Dazu zählt auch, dass das Mikro an der linken Ohrmuschel komplett einzuklappen ist. Ich mag es nicht so sehr, wenn euch permanent irgendwas vor dem Mund herumbaumelt. Auf diese Art bin ich mir auch sicher, dass das Mikro an oder aus ist. Klasse!

Übrigens meint Turtle Beach mit kabellos auch wirklich kabellos. Das war in der Vergangenheit nicht immer so. Oft musstet ihr noch ein kurzes Kabel in den Controller einstöpseln, was dann lediglich ein Hybrid war. Hier bekommt ihr einen USB-Empfänger und das Headset, um die Konsole und das Headset per Bluetooth zu koppeln. Ein Aufladekabel liegt auch mit in der Packung. Ebenfalls minimalistisch, aber völlig ausreichend.

Eine Wahl mit Qual

Bevor ich weiter vom Stealth 500 schwärme, muss ich aber noch auf einen merkwürdigen und aus meiner Sicht recht schwerwiegenden Makel hinweisen. Während die große Schwester, das Turtle Beach 600, für alle aktuellen Konsolen und den PC zu nutzen ist, müsst ihr euch beim Stealth 500 entscheiden: Wen wollt ihr ausschließen? Die PS5 oder die Xbox Series S/X? Denn das Stealth 500 funktioniert zwar immer auf PC und der Nintendo Switch, aber dann nur entweder für Xbox oder PS. Ihr könnt hier keinen Allrounder bekommen. Sehr schade und schwer zu verstehen. Achtet daher sehr gut auf die Verpackung, ob hier eure bevorzugte Wahl ausgewiesen ist!

Habt ihr diesen kleinen Schock überwunden bzw. das für euch passende Turtle Beach Stealth 500 gefunden, steht dem Gamer-Glück kaum noch was im Weg. Denn sobald ihr das Headset mit der Konsole verbunden habt, bekommt ihr ein richtig gutes Klang-Erlebnis. Und die Verbindung läuft komplett reibungslos ab. Ihr steckt den USB-Empfänger einfach in die Konsole, startet das Headset und los geht's.

Schwärmender Begleiter

Auf diese Art verbindet ihr das Headset auch mit dem PC. Dort dürft ihr dann noch einige Einstellungen vornehmen. Über die App namens Swarm II stehen euch etliche Optionen zur Verfügung, wie ihr euer Stealth 500 gerne nutzen wollt. Von den Tonfrequenzen über die allgemeine Lautstärke bis hin zum Superhuman Hearing tobt ihr euch hier aus. Letzteres ist übrigens speziell für Shooter gedacht, um die Schritte oder Geräusche eurer Feinde glasklar zu hören. Das kennen wir bereits von anderen Turtle Beach Produkten. Ich finde es eine super Funktion.

Kommen wir kurz zum Sound-Erlebnis. Sobald sich die Ohrmuscheln um eure Ohren geschlossen haben, seid ihr in eurer eigenen Welt. Dadurch kommt der Klang besonders gut zur Geltung. Im tieferen Bass-Bereich ist das Stealth 500 jetzt nicht ganz so kräftig, aber immer noch völlig ausreichend zum Zocken. Bei eingeschaltetem Superhuman Hearing geht der restliche Klang etwas unter. In Kombination mit einem Turtle Beach Controller lässt sich hier aber Abhilfe schaffen, indem ihr per Knopfdruck die Modi wechselt.

Soundtest, 1, 2, 3

Auch in der direkten Kommunikation mit anderen funktioniert das Turtle Beach Stealth 500 wunder-bar und ohne Probleme. Bei einem Teams Meeting konnten mich meine Kollegen auf der Arbeit bestens verstehen und ich sie auch. Nur bei der Lautstärke musste ich etwas nachhelfen, da das Stealth 500 von Haus aus eher etwas leiser eingestellt ist – was absolut in Ordnung geht.

Kommen wir zum Schluss noch zur Akku-Laufzeit. Diese liegt laut Hersteller bei 40 Stunden. Nach dem wochenlangen Einsatz kann ich bestätigen, dass wir dieser Zahl sehr nahe kommen. Für ein Gerät in dieser Preisklasse absolut herausragend. Und sollte dem Headset mal der Saft ausgehen, ladet ihr es per mitgeliefertem Kabel einfach an der Steckdose schnell auf.

Fazit

Mit dem Turtle Beach Stealth 500 hat der kalifornische Hersteller ein richtig starkes Headset auf den Markt geworfen, das Gamern für unter 100,- Euro einiges bietet. Sei es die schicke (Plastik-)Optik, die leichte Handhabung, der Tragekomfort oder der Klang – das Stealth 500 hat mit dieser Leistung in der gleichen Preisklasse keine direkte Konkurrenz. Es bietet euch ein Sound-Erlebnis, das ich so eher von teureren Geräten erwarten würde. Einziges Manko ist, dass ihr euch entscheiden sollt, ob ihr das Headset für PlayStation oder Xbox nutzen wollt. Beides geht nicht. Dafür ist die Switch und der PC immer mit an Bord. Aber aufgrund der anderen Stärken kann ich hier gerne ein Auge bzw Ohr zudrücken. Das Turtle Beach Stealth 500 ist damit eine absolute Empfehlung von mir, wenn ihr euch nach einem neuen Headset umschaut.

Erhältlich für: Xbox, PS, PC, Switch
Website: de.turtlebeach.com/products/stealth-500-headset