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UFC 5

MMA der nächsten Generation? EA erhöht das Schlagtempo.

Zum fünften Mal führt uns EA Sports ins Octagon – dem Platz, an dem spektakuläre Fighter aus aller Welt aufeinandertreffen. Doch im Gegensatz zu den vier Vorgängern läuft UFC 5 nicht mehr auf der alten Grafik-Engine. Der Beginn einer neuen Ära?

Schickes, neues Gewand

EA hat ausgemustert: Die gute Ignite Engine, die jahrelang der Motor ihrer Sportspiele war, geht in Rente. Die Frostbite Engine soll's richten. Nun erstrahlt UFC 5 ebenfalls in neuem Grafik-Licht. Denn zuvor wurden bereits die Zugpferde wie FC 24 oder die NFL umgestellt. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. UFC 5 hat damit die realistischsten Kämpfer:innen der gesamten EA Historie.

Eins gleich vorweg: Zu 100 Prozent bin ich nicht zufrieden mit der neuen Grafik. Zum Großteil sieht nun alles besser aus. Aber manche Animationen sind wohl in der alten Engine hängengeblieben. Häufig konnte ich Bewegungen wahrnehmen, die im echten Leben ein Skelett aus Gummi benötigen. Über kleine Glichtes oder Clipping-Fehler kann ich hinwegsehen. Das wollte ich aber mal erwähnen.

Dichte Atmosphäre

Der Rest des Spiels profitiert vom neuen Grafik-Auftritt. Sobald es ins Octagon geht, verdichtet sich die Atmosphäre. Auch diesmal habt ihr es wieder mit Dutzenden von Original-Charakteren aus der UFC zu tun. Natürlich dürft ihr auch wieder euren eigenen Kämpfer oder Kämpferin gestalteten und sie oder ihn zu Ruhm und Ehre führen.

Als Single-Player begebe ich mich direkt in den Karriere-Modus, um meinen Kämpfer zu Ruhm und Ehre zu führen. Also erstelle ich mir einen Hünen, der Angst und Schrecken im Ring verbreiten soll. Im Gegensatz zu den Vorgängern hat sich spielerisch wenig geändert. Ihr startet als No Name und steigt langsam die Erfolgsleiter nach oben.

Nach einem Match heißt es trainieren oder ausruhen. So verbessert ihr verschiedene Werte kontinuierlich. Allerdings ist der Karriere-Modus außerhalb des Octagons schon sehr steril gehalten. Es gibt zwar ein paar Interaktionsmöglichkeiten mit Fans, Reportern oder Social Media Kanälen, aber so wirklich mitreißen tut es nicht. Hier wünschte ich mir mal eine echte Story mit Wendungen, einem Erzfeind und einem Ziel vor Augen. So ist bei mir nach ein, zwei Seasons die Luft langsam raus.

Taktieren statt Hämmern

Die Kämpfe selbst sind wieder sehr taktisch. Wenn ihr also gerade von Street Fighter 6 oder Mortal Kombat 1 kommt, solltet ihr euch umstellen. Hier zählt Planung, Ausdauer und die richtige Taktik – manchmal gepaart mit etwas Glück. Jedenfalls ist das Kampfsystem sehr belohnend, wenn ihr euch etwas reinfuchst. Doch eine Sache gibt es, mit der ich wohl nie warm werde: Der Bodenkampf. Dieses Ringen um Submissions macht mich spielerisch einfach nicht an. Zwar ist es diesmal besser gelöst, aber immer noch eine Nummer zu nervig für meinen Geschmack.

Wenn ihr aber im Kampf mal einen satten Uppercut landet oder ein Tritt sitzt, dann fühlt sich das schon erstaunlich gut an. Seid ihr in der Defensive und kurz vorm KO, färbt sich der Bildschirm rot und ihr spürt euer Blut pumpen. Wie gesagt: Atmosphärisch nimmt mich UFC 5 gut mit.

KI vs Mensch

Wenn ihr mehr Herausforderung sucht, dann könnte der Online-Modus was für euch sein. Hier könnt ihr euch gegen echte Spieler:innen aus aller Welt einen Namen machen. Spaßig und etwas fordernder als die Kämpfe gegen die KI. Zudem schien das Matchmaking oftmals ganz gut zu funktionieren. Hier steckt für die kommenden Monate Spaß drin.

Fazit

UFC 5 ist eine gelungene Fortsetzung mit kleinen Schönheitsfehlern. Damit meine ich nicht die Grafik – die hat nämlich dank der Frodtbite Engine einen großen Schritt nach vorne gemacht. Vielmehr sind es einige merkwürdige Animationen und das Geschehen außerhalb des Octagons. Besonders bei der Karriere bin ich etwas enttäuscht, dass es vor und nach den Kämpfen wenig Glanz gibt. Ein Story-Modus steht auf meiner obersten Wunschliste. Wer aber spannende, taktische MMA-Kämpfe erleben will, ist hier goldrichtig.

Erhältlich für: PC, Xbox, PS
Website: ea.com/de-de/games/ufc/ufc-5