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Unrailed

Tuff, tuff, tuff, die Eisenbahn – mit Freunden geht’s ans Bauen ran!

Nach leichter Fahrplanverspätung erreicht „Unrailed“ auch den Xbox-Bahnhof. Das pixelige Koop-Vergnügen ist besonders im Verbund mit ein paar Freunden ein echter Kracher. Warum Entwickler Indoor Astronaut und Herausgeber Daedalic Entertainment damit ein heißes Eisen im Feuer haben, erkläre ich euch in den nächsten Zeilen.

Eckiges Vergnügen

„Unrailed“ sieht auf den ersten Blick aus wie „Minecraft“ aus der Iso-Perspektive – und ganz so abwegig ist der Gedanke eigentlich nicht. Denn auch in „Unrailed“ steht das Bauen im Vordergrund. Mit ein paar pixeligen Gesellen sammelt ihr hier Rohstoffe zusammen, um... naja… Eisenbahnschienen herzustellen. Denn das Spiel dreht sich um eine Lokomotive, die ihren Weg durch die zufallsgenerierte Welt finden muss. Beziehungsweise müsst ihr den passenden Weg zum nächsten Bahnhof finden und entsprechend Schienen dorthin auslegen.

Das Spielprinzip ist äußerst simpel: Bei jedem Start beginnt ihr bei Null. Ihr wählt eine Figur aus und los geht’s. Ihr beginnt immer an einem Bahnhof, in dem eine Lok zur Fahrt bereit steht. Diese tuckert auch nach einige Augenblicken los – allerdings sehr langsam. Das Problem: Die Schienen vor der Lokomotive enden sehr bald. Also müsst ihr durch die Gegend laufen, um Steine und Holz abzubauen. Diese schleppt ihr dann in den Schienenwagen, der euch daraus Schienen bastelt. Mit diesen könnt ihr die Fahrbahn verlängern. So weit, so simpel.

Zum Abbau der Rohstoffe braucht ihr bestimmtes Werkzeug, das ihr ebenfalls frei Haus geliefert bekommt: Eine Axt für Bäume, eine Picke für Steine und später sogar Dynamit für riesige Felsformationen. Allerdings könnt ihr immer nur ein Werkstück auf einmal tragen. Also Axt in die Hand, Bäume abschlagen, Axt weglegen, Stämme aufheben und ab zur Lokomotive. Das gleiche gilt für Steine. Alleine wäre diese Aufgabe kaum zu lösen. Daher gibt euch „Unrailed“ im Solo-Modus einen Partner an eure Seite, dem ihr Kurzbefehle, wie „Holz“ oder „Steine“ auftragen könnt.

Dampf im Kessel

Richtig Gas gibt „Unrailed“ aber, wenn ihr mit Freunden im lokalen Koop-Modus spielt. Bis zu vier Schienenbauer können gleichzeitig spielen. Chaos ist zwar vorprogrammiert, aber der Spaß auch. Zu Beginn dampft die Lok nämlich gemächlich vor sich hin – später legt sie einen Zahn zu. Dann ist Teamwork und Koordination gefragt.

An jedem erreichten Bahnhof dürft ihr eine kurze Pause einlegen. Dort dürft ihr außerdem den Zug aufrüsten. „Unrailed“ gibt euch etliche Möglichkeiten, um euren Spielstil weiterzuentwickeln: Einige neue Wagons können Material selbst aufsammeln, andere Wagons könnt ihr verbessern oder ihr kauft euch Upgrades, die es euch erlauben, wie ein Geist durch den Zug zu laufen – bei engen Karten äußerst hilfreich.

Doch damit ist der Spaß und die Abwechslung noch nicht genug. Es kann immer wieder passieren, dass euch Räuber auflauern und die Materialien wegschleppen. Oder es beginnt zu schneien und ihr kommt nur langsam vorwärts. Besondern gemein ist die Dunkelheit, die ebenfalls immer wieder einbrechen kann. „Unrailed“ beweist hier kreative Züge – sorry für das dämliche Wortspiel.

Fazit

Ich lege mich schnell fest: „Unrailed“ ist ein sehr spaßiger Koop-Titel, der auch mit Freunden gespielt werden kann, die sich nicht so gut am Controller auskennen. Die simple Steuerung und das eingängige Spielprinzip machen „Unrailed“ dank der Grafik zu einem putzigen Vergnügen für einen Zockerabend. Als Solo-Spiel funktioniert „Unrailed“ zwar ebenfalls, kann aber längst nicht seinen Charme entfalten.

Erhältlich für: PS4, Xbox One, PC, Switch
Website: unrailed-game.com