Strategie trifft auf VR: Mit Virtual Kingdoms bringt Artisoft ein Echtzeitstrategiespiel in die virtuelle Realität, das Spieler direkt ins Herz des Geschehens versetzt. Statt Maus und Tastatur nutzt ihr intuitive VR-Controller, um eure Truppen zu befehligen, Ressourcen zu sammeln und strategische Schlachten zu schlagen. Die Idee, klassische RTS-Mechaniken in eine immersive VR-Umgebung zu übertragen, klingt vielversprechend. Allerdings sprechen wir hier von Artisoft.
Warum ich das sage? Nun ja, Artisoft hat auf einen Schlag Spiele wie Fitness VR, Handball VR, Soccer VR, Football VR oder auch Basketball VR auf den Markt geworfen. Bei dieser Auswahl an Titeln, die alle auf einmal erscheinen, fragt man sich, wie das Studio dies bewältigt hat. Beim näheren Hinschauen erkennt man: gar nicht. Die Spiele sind meist rudimentäre Konzepte, die aussehen, als hätte man sie schnell in Roblox zusammengebaut. Das mal als grundsätzliche Info. Daher kann ich die Spiele nicht ganz so ernst nehmen, weil sie das mit euch auch nicht machen. Aber kommen wir wieder zurück zu Virtual Kingdoms.
Klassische RTS-Mechaniken in VR
Das Gameplay von Virtual Kingdoms orientiert sich stark an klassischen Echtzeitstrategiespielen. Ihr startet mit einer kleinen Basis, sammelt Ressourcen, baut Gebäude und trainiert Einheiten, um eure Gegner zu besiegen. Das Ziel ist simpel: Eliminiert eure Feinde und dominiert die Karte.
Das Spiel bietet eine Auswahl an Karten mit unterschiedlichem Terrain und Schwierigkeitsgraden. Die Karten sind abwechslungsreich gestaltet – von offenen Feldern bis hin zu hügeligen Landschaften – und erfordern unterschiedliche Taktiken, zumindest theoretisch. Allerdings bleibt der grundlegende Ablauf immer gleich: Ressourcen sammeln, Siedlungen errichten und Truppen losschicken.
Point and Fight
Die Steuerung ist intuitiv und nutzt die VR-Controller gut aus. Ihr könnt Gebäude platzieren, Einheiten auswählen und Befehle erteilen, indem ihr einfach auf die entsprechenden Punkte zeigt. Das fühlt sich anfangs erfrischend an, wird jedoch bei größeren Schlachten schnell unübersichtlich. Besonders wenn viele Einheiten gleichzeitig bewegt werden müssen, stößt die Steuerung an ihre Grenzen.
Ein nettes Detail sind die versteckten Schätze auf den Karten, die zusätzliche Ressourcen oder Boni bieten. Leider sind diese aufgrund der minimalen Grafik oft leicht zu erkennen, was den Entdeckergeist etwas schmälert.
Minimalistische Grafik ohne Wow-Effekt
Die Grafik von Virtual Kingdoms ist funktional, aber weit entfernt von beeindruckend. Die Umgebung wirkt schlicht und steril, während die Animationen der Einheiten rudimentär bleiben. Zwar erfüllt die Grafik ihren Zweck, doch für ein immersives VR-Erlebnis fehlt es an Details und visueller Tiefe.
Die Soundkulisse ist ebenfalls minimalistisch gehalten. Die Hintergrundmusik ist angenehm, aber unspektakulär, während die Geräusche von Kämpfen oder Bauprozessen schnell repetitiv werden.
Trotz seiner Schwächen hat Virtual Kingdoms einen gewissen Charme. Es eignet sich gut für kurze Spielsessions und bietet durch die verschiedenen Karten und Schwierigkeitsgrade zumindest etwas Abwechslung. Langfristig fehlt es dem Spiel jedoch an Tiefe und Innovation, um wirklich fesselnd zu sein.
Fazit
Virtual Kingdoms ist ein ambitionierter Versuch, Echtzeitstrategie in die virtuelle Realität zu bringen. Die Grundidee funktioniert – vor allem durch die intuitive Steuerung –, doch das Spiel fühlt sich insgesamt wie eine Beta-Version an. Die minimalistische Grafik, fehlende Tutorials und repetitive Inhalte machen es schwer, langfristig begeistert zu bleiben.
Erhältlich für: Meta Quest
Webseite: vk.artisoft.pl