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Visions of Mana

Im Rausch der Nostalgie: Schöne bunte Mana-Welt.

Das erste neue Mana-Spiel seit 15 Jahren. So heißt es bei Square Enix in den Ankündigungen und Beschreibungen zu Visions of Mana. Sprich keine Neuauflage, sondern echter neuer Content. Da muss ich als alter Secret of Mana-Jünger natürlich den Spieleberater aus der Big Box des Super Nintendo-Pioniers zur Seite legen und mich den neuen Herausforderungen widmen. Und was soll ich sagen, es hat sich gelohnt.

Reise in die Vergangenheit – oder auch nicht

Was mir als erstes auffällt, das ist der schöne Fanservice, den Square Enix hier liefert. Rund um den Mana-Baum fliegt im Intro nicht nur die Fee des Baumes, sondern auch die acht Geister der Elemente haben ihren ersten Auftritt. Vesuvio, Rocky, Harzinger – schön euch wieder zu sehen! Aber genug des Schwelgens in der Vergangenheit. Wobei, die Protagonisten ähneln doch sehr denen aus dem Jahr 1993. Und schon wieder müssen wir ein Dorf verlassen. Aber gut, immerhin aus einem anderen Grund und es sieht natürlich in der knallbunten JRPG-Optik deutlich besser aus als früher. Aber packt es mich auch so?

Alles so bunt und nett hier

Ich muss zugeben, in den ersten Minuten war ich skeptisch. Das mag an der Optik mit den klassisch überzeichneten Japano-Charakteren liegen. Vielleicht habe ich aber auch einfach zu viel Zeit in From Softwares dunklen Welten verbracht. Aber zurück zum Thema. Nach kurzer Eingewöhnung im Intro startet das eigentliche Abenteuer im Dorf Tiana, in dem die Ankunft der Fee und damit die Auswahl des oder der Geweihten ansteht. Die sind nämlich dazu auserkoren, ihre Seele dem Mana-Baum zu opfern, um den Fluss des Mana, sprich der Lebensenergie, aufrechtzuerhalten. Auf dem Pilgerweg zum Baum werden sie dabei von Seelenwächtern begleitet, und genau dort kommen wir ins Spiel. Unser erster spielbarer Charakter nach dem Intro ist Seelenwächter Val, der, natürlich noch ziemlich grün hinter den Ohren, die Begleitung der Geweihten übernimmt.

Eine Reise voller Herausforderungen

Wie es sich gehört, ist der Weg zum Mana-Baum nicht nur gespickt mit zahlreichen Schauplätzen, die sich thematisch an den Elementen des Lebens orientieren. Es gibt satte Wiesen und Wälder, windige Gipfel, Wüsten und Schneefelder. Auch zahlreiche Herausforderungen erwarten Seelenwächter und Geweihte. Im Kampf stellen sich diese den Gegnern im Real-Time Format. Es gibt also keine rundenbasierten Kämpfe, sondern Auseinandersetzungen in Echtzeit direkt in der Level-Umgebung. Dabei greifen wir über die guten alten Ringmenüs auf Fertigkeiten und Gegenstände zu. Zudem gibt es einige Klassen, denen sich die Charaktere zuordnen lassen, und die mit ihren speziellen Skills einzigartige Combos erlauben. Natürlich können wir allerlei Waffen, Rüstungen & Co. finden und auch optisch anpassen.

Zu schwer? Kein Problem

Ein schönes Feature ist der jederzeit anpassbare Schwierigkeitsgrad. Nicht, dass Visions of Mana besonders schwer wäre. Aber gut, vielleicht ist euch ab und zu mal nach einer lockereren Session. Warum allerdings Schatztruhen und sonstige interessante Orte direkt auf der Karte markiert sind, das erschließt sich mir nicht. Was mir allerdings gut gefällt, das sind die zahlreichen Nebenaufgaben und die Tatsache, dass ihr vor dem Kauf eine kostenlose Demo spielen könnt. Nicht mehr selbstverständlich heutzutage.

Fazit

Wenn ihr ein schönes lockeres JRPG sucht, das Spaß macht und euch nicht zu sehr fordert, dafür aber sehr gut zugänglich ist und gut von der Hand geht, dann seid ihr bei Visions of Mana an der richtigen Adresse. Es ist einfach schön, mal wieder in eine fröhliche und farbenfrohe Welt einzutauchen.

Erhältlich für: Playstation, XBox, PC
Website: mana.square-enix-games.com/de/games/visions-of-mana