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Wild Seas

Ein Kroko auf Verteidigungskurs.

Man kennt das als Pirat: Auf der Suche nach Ruhm und Reichtum stellen sich einem die merkwürdigsten Dinge in den Weg. Da wartet ein lukrativer Schatz und kaum versieht man sich, prügelt einen ein Krokodil mit Holzkeule nieder. Jedenfalls passiert genau das in Wild Seas immer wieder. Dabei ist das Spiel von Afil Games im Grunde ein ganz anderes Genre als ihr jetzt vielleicht denkt.

Nicht für die Weiterverarbeitung

Ja, in Wild Seas spielt ihr das Krokodil, das sich gegen die Piraten wehren muss. Diese wollen seinen Schatz stehlen, was ihr mit allen Mitteln verhindern solltet. Doch ganz so leicht ist das nicht. Bereits der erste Level wird euch einiges abfordern. Denn Wild Seas ist kein Beat‘m Up, sondern vielmehr ein Tower-Defence-Game. Und das kann unterhaltsam werden.

Zunächst einmal sind die Level in Wild Seas nicht typisch für ein TD Game. Denn anstatt vorgegebener Routen gibt es hier ein offenes Areal. An einem Ende steht eure Basis in Form eines großen Kristalls. Wo ihr eure Türme hinsetzt, ist euch überlassen. Allein das macht es schon etwas fordernd.

Gelegentliches Shoppen

Die Türme bekommt ihr übrigens von einem anderen Krokodil, das euch verschiedene Türme zwischen den Wellen von Piraten verkauft. Während einer Well könnt ihr also nicht nachrüsten, was euch immer bewusst sein sollte. Durch das Zerschlagen von Kisten und Piraten erhaltet ihr Münzen, mit denen ihr shoppen gehen dürft.

Selbst habt ihr nur eure Holzkeule, die ebenfalls gegen die Piraten eingesetzt werden darf. Allerdings hat das Ding nur eine sehr begrenzte Reichweite. Daher vertraut besser auf die Türme, von denen es acht Stück gibt. Hier ist nichts Außergewöhnliches dabei. Manche Türme schießen blind durch die Gehend, andere sind wahre Scharfschützen oder manche verletzen ganze Gruppen von Piraten. Ein Turm heilt euch sogar. Wie bei jedem TD Game zählt auch hier die richtige Mischung.

Bleib am Leben

Die größte Herausforderung ist übrigens nicht die Verteidigung der Basis, sondern das eigene Überleben. Allein bei den ersten beiden Anläufen habe ich es nicht geschafft, die sieben Wellen von Level 1 zu überleben. Denn bereits vorher ging mein Krokodil in die Knie. Die Piraten sind da erbarmungslos. Und eure Holzkeule hilft eben auch nicht so viel. Daher: Bleibt bei Wild Seas auf Abstand.

Grafisch katapultiert uns Wild Seas ins letzte Jahrhundert zurück. Wir haben es mit einem bunten, knuffigen 16-Bit-Look zu tun, der so auf dem SNES sicher der Hit gewesen wäre. Manchmal ist die Grafik aber zu abstrakt, besonders wenn es um die Türme geht. Von weiter weg kann ich meist nicht sagen, welche Art Turm gerade vor mir steht. Aber ansonsten sieht Wild Seas niedlich aus. Damit sind wir schon am Ende.

Fazit

Wild Seas ist ein nettes, kleines Tower-Defence-Spiel, das euch fordern wird. Auch wenn die Grafik auf ein leichtes Kinderspiel hindeutet, hat es dieses Krokodil in sich. Nur mit der richtigen Taktik und etwas Geschick werdet ihr die Piraten besiegen können. Wer also etwas Nerven und Ausdauer mitbringt, kann hier seinen Spaß haben.

Erhältlich für: Xbox, PS, PC, Switch
Website: afilgames.com/wild-seas