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Wildmender

In diesem Abenteuer geht's ums Überleben – auf die etwas sanftere Art.

Es gibt Spiele, die mich irgendwie schon vor dem ersten Anspielen packen. Wildmender aus dem Studio Kwalee ist so ein Spiel. Obwohl mir das Genre der Survival-Games nicht immer zusagt, hat Wildmender überzeugende Argumente. Also lasst uns mal eintauchen.

Überleben – auch für mich

Zunächst einmal: Wildmender ist eher ein Survival-Spiel light – was mir echt liegt. Ihr müsst hier lediglich auf euren Durst und Hunger achten. Alles nicht so anstrengend, wie bei Genre-Kollegen. Wenn es nämlich was gibt, das ich nicht an Spielen mag, dann ist es Stress. Und Wildmender ist da sehr angenehm unterwegs. Aber um was geht's?

Als namenloser Junge oder Mädchen wacht ihr in einer trostlosen Welt auf. Hier scheint es, dass es mal ein blühendes Paradies war. Doch die Hitze, Dörre und das Böse hat daraus eine sandige Wüste gemacht. Ein Glück, dass ihr jetzt da seid. Denn wie euch ein Geist bzw schwebendes Artefakt mitteilt, könnt ihr hier einiges bewirken in der Welt.

Sanfter Einstieg

Die ersten Schritte sind geprägt von allgemeinen Erklärungen zur Steuerung und den Inhalten. Ihr lernt zu trinken, zu schaufeln, einen Baum zu fällen und euch in der Gegend zurechtzufinden. Ihr bekommt auch gezeigt, wie ihr neue Gegenstände herstellt. Wer also schon mal ein Spiel dieser Art gespielt hat, wird das alles kennen. Sogar Neulinge werden sich hier schnell zurechtfinden finden. Es ist ein einfaches, aber motivierendes System aus suchen, finden und bauen – bis ihr den magischen Spiegel gefunden habt.

Denn dann geht es in Wildmender etwas actionlastiger zu. Ab diesem Zeitpunkt könnt ihr euch gegen die bösen Geister und Gestalten wehren, die immer wieder in der Welt auftauchen. Mit dem Spiegel schießt ihr oder werft Angriffe zurück auf eure Feinde. Nicht sehr komplex, aber es bringt eine frische Komponente hinzu.

Gemütlicher Fortgang

Als Heimatbasis steht euch zu Beginn ein alter Baum zur Verfügung. Dieser spendet Schatten und beherbergt eine nie versickernde Quelle, die ihr dringend benötigt. Damit füllt ihr eure Flasche und gießt Pflanzen, die ihr kultivieren könnt. In der Nähe eures Baums müsst ihr euch also keine Sorgen ums Verdursten machen. Mit Essen sieht es da anders aus.

Damit der Hunger nicht zu sehr steigt und am Ende die Lebenspunkte schwinden, müsst ihr Nahrungsmittel finden. Anfangs habt ihr ein paar Kakteenfrüchte. Später kommen weitere Leckereien hinzu, wenn ihr die Welt langsam für euch entdeckt. Essen und Trinken wird eigentlich nur zum Thema, wenn ihr euch mal weiter von euerer Basis wegbewegt. Und das müsst ihr auch bald, um weiterzukommen.

Abenteuerlust

In der Welt um euch herum warten einige Geheimnisse darauf, gefunden zu werden. Überreste alter Kulturen, Schätze und Geister. Letztere sind von der guten Sorte und geben euch Erinnerungen mit auf den Weg, wenn ihr ihnen zuhört. Diese Erinnerungen dienen als eine Art Erfahrungspunkte. Damit schaltet ihr neue Fähigkeiten aus drei Talentbäumen frei. Also haltet Ausschau nach den grünen Geistern.

Schon bald könnt ihr Dank ihrer Hilfe mit Tieren kommunizieren, bessere Ausrüstung bauen oder – besonders praktisch – Teleporter freischalten. Erst dann wird das Reisen nicht mehr so gefährlich, wenn ihr euch einfach in die Heimatbasis teleportieren könnt. Wildmender wirkt ab dieser Stelle wieder frisch und motivierend. Das etwas gemächlichere Pasting kommt mir gerade recht.

Teamplayer

Noch abenteuerlicher wird es, wenn ihr einen Freund oder eine Freundin mit ins Team holt. Gemeinsam die Gegend zu entdecken, macht gleich doppelt Laune. Seht gemeinsam zu, wie eure Basis wächst und gedeiht.

Grafisch orientiert sich Wildmender an Zelda: Breath of the Wild - ohne aber so viele Details auf den Bildschirm zu zaubern. Aber so solltet ihr eine gute Vorstellung bekommen. Alles wirkt hier eher knuffig als bedrohlich. Daher eignet sich das Spiel auch gut für ein jüngeres Publikum.

Fazit

Wildmender konnte mich von Anfang an in seinen Bann ziehen. Ein angenehmes Survival-Spiel, bei dem ich sogar gerne auf Entdeckungstour gehe. Solltet ihr euch für Third-Person-Action-Adventure interessieren und scheut vor einem gemütlichen Fortschritt nicht zurück, dann müsst ihr einen Blick auf Wildmender werfen. Gemeinsam mit Freunden wird das Ganze nochmals besser. Kwalee hat hier ein spaßiges Spielchen abgeliefert, auf das ich gerne immer mal wieder zurückkomme, wenn es da draußen zu stressig wird.

Erhältlich für: PS, PC, Xbox
Website: wildmender.com