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Yoshi and the Mysterious Book

Kunterbunte Entdeckungsreise mit Charme.

Worüber ich mich echt gefreut habe: Ich finde es schön, dass Yoshi mit diesem Titel mal wieder ein ganz eigenes Spiel bekommt. Was hier sofort auffällt: Das ist kein klassisches, auf Tempo getrimmtes Plattform-Abenteuer, sondern ein verspieltes Entdecker-Spiel mit viel Charme, viel Neugier und einer deutlich weicheren Kante als viele andere Nintendo-Titel.

Ein Buch voller Ideen

Die Ausgangslage ist schnell erklärt: Ein sprechendes Enzyklopädie-Buch namens Enzo landet auf Yoshis Insel. Logisch, oder? Was macht der kleine Dino damit? Yoshi springt hinein ins Buch, um die Wesen in seinen Seiten zu erforschen. Daraus entsteht ein Abenteuer, das sich Kapitel für Kapitel neuen Kreaturen, Umgebungen und kleinen Spielideen widmet.

Ich mag diesen Rahmen sehr für kleine Sessions zwischendurch. Er macht neugierig und gibt den Levels ein Thema, das über reines Springen hinausgeht. Statt einfach nur von A nach B zu rennen, sammelt ihr Wissen, beobachtet Reaktionen und baut euch so das nächste Stück Welt auf. Dabei geht es nicht um Bestzeiten oder schnelle Reaktionen. Hier steht die Freude am Hüpfen und Entdecken im Vordergrund.

Der Yoshi-Dreh

Der eigentliche Kniff ist also, dass Yoshi viel stärker als Forscher funktioniert. Ihr springt auf Kreaturen, schnappt sie euch mit der Zunge, tragt sie herum, lasst sie Dinge auslösen oder probiert aus, was sie mit der Umwelt machen. Genau daraus entstehen die meisten Rätsel und kleinen Aha-Momente.

Besonders gut finde ich, dass das Spiel dabei sehr freundlich bleibt. Yoshi kann nicht wirklich scheitern, es gibt kein klassisches Game Over und keine echte Bestrafung. Das macht das Ganze angenehm entspannt, auch wenn es für Leute, die eher Herausforderung suchen, vielleicht etwas zu locker wirkt.

Ein Spiel zum Staunen

Der Grafikstil trägt hier zur guten Laune bei. Die Welt sieht aus wie ein liebevoll gezeichnetes Bilderbuch, mit pastelligen Farben, skizzenartigen Hintergründen und einer fast schon stop-motionartigen Bewegungsanmutung. Das ist nicht nur hübsch, sondern verleiht dem Spiel auch sofort Persönlichkeit. Eigentlich muss ich hier immer wieder grinsen.

Gerade in Bewegung ist das richtig toll. Die verschiedenen Kreaturen und ihre Reaktionen wirken verspielt und oft ziemlich kreativ, was das Erkunden immer wieder reizvoll macht. Ich habe bei vielen Szenen das Gefühl, dass das Spiel eigentlich zum Anfassen gebaut ist. Es ist ein kleines niedliches Bilderbuch, das ihr mit Ideen füllt.

Nicht für jeden, aber sehr eigen

Die große Stärke ist gleichzeitig auch die größte Grenze. Für manche von euch kann Yoshis Abenteuer etwas zu gemütlich sein. Die Story bleibt nämlich ziemlich zurückhaltend, und Yoshi selbst ist eher Werkzeug als zentrale Figur.

Ich finde das aber nicht schlimm. Yoshi and the Mysterious Book will keine große Dramatik aufziehen, sondern Freude am Ausprobieren erzeugen. Und das schafft es! Wenn ihr genau darauf Lust habt, kann das wunderbar tragen. Wenn ihr aber ein Abenteuer mit echtem Druck oder starkem erzählerischem Haken erwartet, könnte es euch etwas zu sanft sein.

Fazit

Yoshi and the Mysterious Book ist für mich ein sehr charmantes, ungewöhnliches Yoshi-Spiel, das vor allem mit seinem wunderbaren Grafikstil und seiner spielerischen Neugier punktet. Es ist ein freundliches Entdecker-Spiel, das euch zum Beobachten, Probieren und Staunen einlädt. Und damit weniger klassisches Jump’n’Run.

Die Geschichte bleibt eher leicht, und die fehlende Spannung dürfte nicht jeden abholen. Aber unterm Strich ist das hier ein sehr eigenständiger Ausflug für Yoshi. Hier erlebt ihr gute Laune pur! Das Spiel gibt Yoshi damit ein liebevoll gemachtes, herrlich anzuschauendes Zuhause auf der Switch 2.

Erhältlich für: Switch 
Webseite: nintendo.com/de-de/Spiele/Nintendo-Switch-2-Spiele/Yoshi-and-the-Mysterious-Book-2915259.html