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Trainingshaus mit Pikachu (LEGO Pokémon SMART Play)

Ein Baumhaus voller kleiner Überraschungen.

Nach unserem Überblick über LEGO SMART Play geht es nun um das Trainingshaus mit Pikachu. Das 400-Teile-Set ist ein All-in-One-Einstieg für Kinder ab sechs Jahren und enthält bereits einen SMART Brick, vier SMART Tags sowie Ladezubehör.

Schon beim Aufbau merkt ihr: Hier entsteht kein gewöhnlicher LEGO-Schauplatz. Baumhaus, Trainingsbereich und dichter Busch bilden eine kleine Pokémon-Spielwelt, in der Pikachu nicht einfach nur herumsteht, sondern ständig etwas zu tun bekommt. Damit war dieses Set mein heimlicher Favorit.

Pikachu zieht ins Baumhaus

Der große Star ist natürlich Pikachu selbst. Die Figur ist sofort wiederzuerkennen, wirkt stabil und lässt sich gut in der Hand bewegen. Wird der SMART Brick eingesetzt, reagiert Pikachu auf seine Umgebung mit Licht- und Soundeffekten – ganz ohne Smartphone oder Tablet. Aber das lest ihr gerne nochmal im Hauptbericht nach.

Die vier SMART Tags stehen jeweils für eine andere Aktivität. Pikachu kann trainieren, essen, schlafen und sich auf die Suche nach versteckten Pokémon machen. Das ist eine schöne Zusammenstellung, weil dadurch nicht nur gekämpft wird. Pikachu darf auch einfach mal Pause machen. Selbst ein Elektromaus braucht schließlich ein Nickerchen. Und das hört sich echt süß an.

Besonders niedlich ist das Baumhaus. Über einen Drehmechanismus lässt sich ein verstecktes Bett sichtbar machen. Pikachu verschwindet damit tatsächlich zum Schlafen im Inneren des Baums. Solche kleinen Funktionen sind es, die bei Kindern sofort eigene Geschichten auslösen: War das Training zu anstrengend? Muss Pikachu jetzt schlafen? Oder tut es nur so, um dem nächsten Kampf zu entgehen? Und wen kann ich dort noch hineinlegen, um lustige Geräusche zu machen? Ja, diese Fragen wurden ständig ausprobiert.

Verstecken, trainieren, treffen

Ein weiteres Highlight ist der Busch. Hinter der hohen Wiese verbirgt sich ein SMART Tag, der eine kleine Versteck- beziehungsweise Fang-Szene aktiviert. Nähert sich Pikachu dem Busch, raschelt es und die Suche beginnt.

Das wirkt deutlich besser, als wenn einfach nur ein Knopf gedrückt werden müsste. Pikachu wird durch die Umgebung bewegt, und plötzlich wird aus ein paar LEGO-Blättern ein möglicher Aufenthaltsort eines wilden Pokémon. Meine Jungs hatten jedenfalls schnell verstanden, was zu tun ist: Pokéball schnappen, auf den Zielbereich vor dem Busch werfen und hoffen, dass man das Pokémon dahinter „entblättert“.

Im Trainingsbereich warten außerdem eine Trainingsattrappe und Zielscheiben. Pikachu kann sich an ihnen austoben, seine Angriffe verbessern und auf diese Weise sogar für spätere Kämpfe vorbereitet werden. Dieser Zusammenhang ist ein schönes Detail, wird in der Anleitung allerdings nicht ganz klar erklärt. Aber zum Glück hatten meine Jungs das in der Werbung gesehen und tüchtig geübt, bevor es zum Kampf kam.

Bauen und Spielen

Mit seinen 400 Teilen ist das Set angenehm überschaubar. Der Aufbau richtet sich an jüngere LEGO-Fans und verteilt sich auf mehrere Bauabschnitte. Die eigentliche Konstruktion ist nicht besonders anspruchsvoll, dafür geht es zügig voran.

Das Baumhaus gefällt mir vor allem wegen seiner vielen Pflanzen, versteckten Elemente und kleinen Dekorationen. Pilze und unterschiedliche Blätter sorgen dafür, dass der Schauplatz nicht wie eine bloße Plattform für Pikachu wirkt. Das Modell ist mit etwa 20 × 27 × 11 Zentimetern kompakt genug fürs Kinderzimmer und bietet dennoch genügend Platz für kleine Spielszenen.

Kleine Einschränkungen

Der SMART Brick bietet laut Hersteller ungefähr 45 Minuten Spielzeit pro Ladung und wird anschließend über die beiliegende USB-C-Ladestation aufgeladen. Für eine längere Spielrunde solltet ihr also gelegentlich eine Ladepause einplanen.

Außerdem sind die Geräusche nicht unbedingt die vertrauten Pokémon-Rufe aus Spielen oder Anime. Sie erinnern eher an allgemeine elektronische beziehungsweise retroartige Soundeffekte. Das muss Kinder nicht stören, dürfte aber Fans auffallen, die eine möglichst authentische Klangkulisse erwarten.

Wie schon im Hauptartikel erwähnt, bleibt außerdem der Preis ein Thema. Ihr bezahlt hier auch für die Technik und den enthaltenen SMART Brick. Wer später weitere kompatible Pokémon-Sets kauft, kann diesen Brick immerhin weiterverwenden.

Fazit

Das LEGO Pokémon SMART Play Trainingshaus mit Pikachu ist ein sehr sympathischer Einstieg in das neue System. Pikachu trainiert nicht nur, sondern versteckt sich hinter dem Busch, sucht nach anderen Pokémon, gönnt sich ein Nickerchen im Baumhaus und reagiert dabei auf seine Umgebung.

Gerade diese Mischung macht das Set besonders. Die Technik sorgt für die kleinen Überraschungen, während die LEGO-Umgebung genügend Raum für eigene Geschichten lässt. Meine Jungs hatten vor allem Freude daran, Pikachu immer wieder neue Aufgaben zu geben – und ihn anschließend erschöpft ins Bett zu schicken. Und dann war er erholt und bereit für den Kampf.

Für jüngere Pokémon-Fans bietet das Trainingshaus viele liebevolle Details und deutlich mehr Spielmöglichkeiten als ein reines Ausstellungsmodell. Pikachu ist hier nicht bloß gebaut worden – er ist tatsächlich eingezogen.

Webseite: lego.com/de-de/product/smart-play-training-house-with-pikachu-72164